Demnächst sollen in der Nord- und Ostuckermark die Signalleuchten an den Windkraftanlagen nur noch aufleuchten, wenn sich ein Flugzeug nähert.
Demnächst sollen in der Nord- und Ostuckermark die Signalleuchten an den Windkraftanlagen nur noch aufleuchten, wenn sich ein Flugzeug nähert. dpa/Jens Büttner
Gunar Hering, Jörg Müller und Jens Christen (von links) von der Enertrag AG stellten das neue Radarsystem vor.
Gunar Hering, Jörg Müller und Jens Christen (von links) von der Enertrag AG stellten das neue Radarsystem vor. Monika Strehlow
Ende der wilden Befeuerung ist nah

Nur noch Flugzeuge bringen Windräder zum Blinken

Das wilde nächtliche Blinken von Windkraftanlagen, das an eine „Großraumdisco” erinnert, soll in der Uckermark aufhören. Dazu bringt Investor Enertrag ein spezielles System zum Einsatz.
Uckermark

Von den derzeit 3500 Windkraftanlagen im Land Brandenburg, davon allein 425 in der Uckermark, sollen bis Herbst des kommenden Jahres 243 mit einer einheitlichen so genannten Befeuerung ausgestattet werden. Wie die uckermärkische Windkraftfirma Enertrag informiert, werden die Signale der „Windmühlen” nur noch aufleuchten, wenn sich ein Flugobjekt in entsprechender Höhe nähert. Dazu stellt das Unternehmen an zwei Standorten Radarsensoren auf, die im Umkreis von elf beziehungsweise 18 Kilometer alle Windgeneratoren erfasst und bei Annäherung eines Flugzeuges gleichzeitig die Warnlichter auslösen. Das neue, deutschlandweit einmalige System erfasst über 90 Prozent der ausgewiesenen Windeignungsgebiete. „Damit können wir die Forderung vieler Anlieger und Gäste der Region nach einer einheitlichen Befeuerung erfüllen”, sagt Jörg Müller, Vorstandschef der Enertrag AG.

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