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Opfer im Brunnen wurde offenbar getötet

In diesem Brunnen auf einem Grundstück in Schönermark waren die Skelettteile gefunden worden.
In diesem Brunnen auf einem Grundstück in Schönermark waren die Skelettteile gefunden worden.
Claudia Marsal/Archiv

Im Fall der menschlichen Überreste in Schönermark gibt die Polizei jetzt die Identität des Mannes preis. Weil sich die Ermittlungen schwierig gestalten, erhofft sich die Kriminalpolizei entscheidende Hinweise aus dem Umfeld.

Der schockierende Fund von Skelettteilen in einem Brunnen in Schönermark lässt die Einwohner von Nordwestuckermark bis heute nicht los. Jetzt scheint es neue Entwicklungen in diesem mysteriösen Fall zu geben. Um in den Ermittlungen zu diesem ungewöhnlichen Todesfall voranzukommen, setzt die Polizei auf Unterstützung aus dem Umfeld des Opfers.

Ingo Heese, Pressesprecher der Polizeidirektion Ost in Frankfurt/Oder nannte am Dienstag erstmals den Namen des Opfers. „Der Verstorbene konnte eindeutig als Maik Pelikan identifiziert werden.“ Erstmals ist davon die Rede, dass Maik Pelikan mit Sicherheit Opfer einer Gewalttat wurde. „Alle bisherigen Erkenntnisse sprechen für ein Tötungsverbrechen“, so Heese.

Knochen im Brunnen gefunden

Anwohner hatten Skelettteile des Mannes am 11.  Juni 2015 in einem Brunnen auf ihrem Grundstück gefunden. In einer aufwendigen Aktion wurden die menschlichen Überreste an zwei Tagen von Kriminaltechnikern geborgen. Acht Tage später waren diese identifiziert. Am 19. Juni stand fest, dass es sich bei den Überresten um eine männliche Person handelte. Damals wurde ebenfalls bekannt, dass das Opfer offenbar über viele Jahre in dem Brunnen lag, der Uckermark Kurier berichtete. Zu den Umständen, die zum Tod des 1985 geborenen Mannes geführt hatten, hielten sich die Ermittlungsbehörden lange bedeckt. Bis Dienstag.

Die Polizei gab jetzt nähere Einzelheiten zu dem Todesopfer bekannt. „Maik Pelikan war in Neubrandenburg aufgewachsen und hatte seit 2008 auf dem Grundstück in Schönermark gewohnt. Sein Lebensmittelpunkt blieb jedoch Neubrandenburg“, teilte Ingo Heese mit.

Kontaktpersonen gesucht

Die Ermittlungen in dem Fall bezeichnete der Pressesprecher als schwierig. „Noch ist unklar, wann genau und unter welchen Umständen Maik Pelikan zu Tode kam. Deshalb erforscht die Kriminalpolizei der Direktion Ost seine Lebensumstände und bittet die Bevölkerung um Mithilfe“, so Heese.

Konkret suchen die Ermittler nach Menschen, die Kontaktpersonen beziehungsweise Freunde von Maik Pelikan kennen, mit denen er sich seit dem Jahr 2008 umgab. „Wer kann Aussagen zu den Aufenthaltsorten dieser ehemaligen Kontaktpersonen beziehungsweise Freunde treffen?“, heißt es in dem Hilfeersuchen der Polizei an die Bevölkerung.

Hinweise zu Maik Pelikan nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0331 283 3333 entgegen oder auch auf der Internetplattform der Polizei des Landes Brandenburg. www.polizei.brandenburg.de