KURGARTEN PRENZLAU

Politiker fürchtet Betonklotz am See

Der Kurgarten in Prenzlau soll abgerissen werden, einen Entwurf für einen Neubau gibt es noch nicht. Dennoch hagelt es schon Kritik aus der Bürgerfraktion.
Benedikt Dittrich Benedikt Dittrich
Der Kurgarten am Unteruckersee soll noch in diesem Jahr abgerissen werden - so plant es die Wohnungsgenossenschaft Prenzlau.
Der Kurgarten am Unteruckersee soll noch in diesem Jahr abgerissen werden – so plant es die Wohnungsgenossenschaft Prenzlau. Benedikt Dittrich
Prenzlau.

Das alte Gebäude ist noch nicht abgerissen, der Neubau noch nicht geplant, und trotzdem kritisierte der Stadtverordnete Jürgen Theil (Bürgerfraktion) den Bauträger vorab schon heftig. Der Politiker fürchtet eine unpassende Bebauung für das Kurgarten-Grundstück durch die Wohnungsgenossenschaft Prenzlau und pocht darauf, dass die Politiker bei den Plänen mit am Tisch sitzen. Dagegen wehrte sich Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos). Schließlich sei das ein privates Bauprojekt, der Einfluss der Stadt also begrenzt. An einen Betonklotz glaube er nicht und die Äußerungen von Theil bezeichnete er als Unverschämtheit.

Stadt hat durchaus Einfluss auf Bebauung

Trotzdem wetterte Theil weiter, kritisierte den geplanten Abriss des Gebäudes. Der Campingplatz könne dafür sorgen, dass ein Wirt Interesse an dem Gebäude bekundet. Den Vorstoß kanzelte Sommer ebenso ab, er verglich den Kurgarten gar mit dem kürzlich geschlossenen Café Central auf dem Marktberg. Die Stadt solle sich nicht in den freien Markt einmischen. Der Zweite Beigeordnete, Dr. Andreas Heinrich, konnte die Kritik von Theil im Nachgang allerdings entkräften: Das Grundstück liege im Sanierungsgebiet, entsprechend habe die Stadt durchaus Einfluss auf die Bebauung.

zur Homepage