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Taucher nicht mehr im Einsatz

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Polizei setzt bei der Vermisstensuche auf Wassertouristen

Der vorerst letzte Einsatz der Polizeitaucher: Ende März wurde im Unteruckersee noch einmal nach dem Vermissten gesucht. Ab nächster Woche patrouilliert die Wasserschutzpolizei.
Der vorerst letzte Einsatz der Polizeitaucher: Ende März wurde im Unteruckersee noch einmal nach dem Vermissten gesucht. Ab nächster Woche patrouilliert die Wasserschutzpolizei.
Benedikt Dittrich

Sechs Wochen ist es her, dass Zeugen beobachtet haben, wie eine Person in den Unteruckersee einbrach. Gesucht wurde mit Tauchern und Hubschraubern. Doch ohne Ergebnis.

Auch sechs Wochen nach dem möglichen Unfall auf dem zugefrorenen Unteruckersee in Prenzlau wurde bisher kein Leichnam geborgen.

Nach mehreren Einsätzen kommen die Polizeitaucher wohl nun nicht mehr zum Einsatz. „Die haben ja alle relevanten Bereiche abgesucht“, erklärt Gerald Pillkuhn, Sprecher der Polizeiinspektion in Prenzlau. „Auch mit dem Hubschrauber wurde der Unteruckersee ja großflächig abgesucht.“ Neue Hinweise, wo die vermisste Person vielleicht gefunden werden könnte, gab es seither nicht.

Wasserschutzpolizei sucht See ab

Eingestellt wurde die Suche trotzdem nicht – inzwischen hat die Wasserschutzpolizei übernommen. „Die Kollegen werden in den kommenden Wochen verstärkt per Boot den See absuchen“, erklärt Pillkuhn. Hoffnung setzt die Polizei außerdem in die Bewohner, die regelmäßig auf dem oder am See unterwegs sind. Die Wassersport-Saison würde bald beginnen, auch Kapitän Torsten Kohn ist mit seinem Schiff wieder unterwegs.

Angler sollen die Augen offen halten

Nach wie vor könnte es sein, dass sich der Körper im Schilf verfangen hat und deswegen bisher nicht gefunden werden konnte – deswegen könnten gerade Angler, die sich in dem hohen Ufergras bewegen, die Augen offen halten. Wo oder ob der Körper wieder auftauchen könnte, darüber will Pillkuhn aber nicht spekulieren.

Es könnte sich bei dem Vermissten, der am 5. März ins Eis eingebrochen sein soll, um den 19-jährigen Balal S. handeln. Der gebürtige Bengale wurde eine Woche nach dem Vorfall von seinem Arbeitgeber als vermisst gemeldet. Seitdem haben mehrmals Taucher nach dem Körper gesucht, auch aus der Luft wurde das Gewässer mit einem Hubschrauber abgesucht. Die Person kann erst zweifelsfrei identifiziert werden, wenn sie geborgen ist.