Straßensanierung
Prenzlau befürwortet Anliegerbeiträge

Die Bauarbeiten an der Stichstraße Am Rohrteich wurden vor wenigen Wochen abgeschlossen, die Endrechnung für die Anwohner steht noch aus.
Die Bauarbeiten an der Stichstraße Am Rohrteich wurden vor wenigen Wochen abgeschlossen, die Endrechnung für die Anwohner steht noch aus.
Benedikt Dittrich

Marode Straßen gibt es in der Kreisstadt viele, jedes Jahr werden einige saniert. Ob die Anwohner dafür zahlen müssen, wird diskutiert.

Je nachdem, ob die Straße hauptsächlich von Anliegern oder auch vom Durchgangsverkehr, also zum Beispiel Lastwagen, genutzt wird, zahlen Hausbesitzer mehr oder weniger für eine Sanierung der Straße. Wieviel jeder Grundstücksbesitzer zahlen muss, richtet sich auch nach der Grundstücksgröße. Bei einer langen Straße im Wohngebiet mit nur wenigen Grundstücken können dadurch schnell vier- bis fünfstellige Summen auf die Anlieger zukommen.

Freie Wähler lehnen Anliegerbeiträge für Straßen ab

Das empfinden anderem die Freien Wählern/BVB im Land Brandenburg als ungerecht, da Straßen ebenso wie Kitas oder Schulen zur Daseinsvorsorge gehörten. Die Beiträge sollten deshalb abgeschafft werden, stattdessen das Land einspringen.

Verwaltung der Kreisstadt lehnt Abschaffung der Beiträge ab

Zu den Anliegerbeiträgen gibt es nach Ansicht des zweiten Beigeordneten von Prenzlau, Dr. Andreas Heinrich, aber keine Alternative. Würde das Land künftig die Kosten übernehmen, würde das nur zu weiteren Ungerechtigkeiten führen. Schließlich müssten dann auch Anlieger entlastet werden, die in der Vergangenheit Beiträge bezahlt haben.