DRAMATISCHER RETTUNGSEINSATZ

Prenzlauer Mutter von Baby getrennt

Durch ein Versehen schließt sich Jeannette N. aus ihrer Wohnung in Prenzlau aus. Drinnen schreit ihr acht Monate altes Kind. Hilfe kommt erst Stunden später.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Zum Glück ging es für Mutter und Kind in Prenzlau gut aus.
Zum Glück ging es für Mutter und Kind in Prenzlau gut aus. Claudia Marsal
Prenzlau.

Es ist der Albtraum aller Eltern, den Jeanette N. durchlebt hat. Die 25-jährige Restaurantfachfrau schloss sich aus ihrer Wohnung aus, während drinnen ihr Töchterchen schlief. Noch während die Prenzlauerin panisch versuchte, wieder zu ihrem Kind zu kommen, erwachte das acht Monate alte Baby vom Mittagsschlaf.

Drei Stunden banges Warten

In ihrer Not rief die junge Mutter den Schlüsseldienst. Doch der ließ auf sich warten. Knapp drei Stunden lang wurde die Frau am Telefon vertröstet. Weil sie das Weinen der Kleinen irgendwann nicht mehr ertrug, wählte Jeannette N. die 112. Nicht einmal fünf Minuten später trafen Rettungsdienst und Feuerwehr ein.

Tür unverzüglich geöffnet

Weil Gefahr im Verzug war, wurde die Tür sofort geöffnet. Dafür ist die alleinerziehende Mutter den Helfern sehr dankbar. Bauchschmerzen bereiten ihr nur die Kosten. Für den RTW-Einsatz wird sie zwar nicht zur Kasse gebeten. Rund hundert Euro aber stellt man ihr für die Türöffnung und den Schlosswechsel in Rechnung. Das ist viel Geld für die Single-Mama.

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Kommentare (4)

Wo und wie kann ich spenden?

Ich hab auch kurz dran gedacht mich nach Spendenmöglichkeiten für die junge Mutter zu erkundigen, aber denn wiederum, wofür? Verdammte Hacke BRD , so dumm sowas auch sein mag. Eine Mutter/ein Vater, sollte nicht für ein Missgeschick dieser Art zahlen müssen.
Dass sich jemand ausspert kann jedem passieren, jedoch sollte sich, auch grad die Preispolitik von Schlüsseldiensten daran orientieren, dass dort das potentielle Leben eines Kindes involviert war.
Ich will nicht dass ein Schlüsseldienst sowas gratis macht, aber, dass die Gesellschaft als ganzes für sowas aufkommt.

... gebe ich Ihnen recht. Doch bevor die Allgemeinheit eine Entscheidung trifft, signalisiere ich Hilfe, ohne Bedingungen zu stellen.

Spenden Sie bei UNICEF o. ä. ! Da ist Hilfe wirklich notwendig und sinnvoll. Aber hier? Nun ja... ... ...