Ein Traum wird wahr

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Prenzlaus Marienkirche erhält Gewölbe zurück

Dieser Anblick gehört bald der Vergangenheit an: Spätestens im Juli sollen die Arbeiten an der neuen Gewölbedecke in der Marienkirche beginnen.
Dieser Anblick gehört bald der Vergangenheit an: Spätestens im Juli sollen die Arbeiten an der neuen Gewölbedecke in der Marienkirche beginnen.
Benedikt Dittrich

Erst die Gerüstbauer, dann die Maurer: Schon bald wird in der größten Kirche der Kreisstadt gebaut. Aber es gibt noch weitere Pläne.

Ab Juni sollen in der Marienkirche in Prenzlau die Gerüstbauer anrücken. Sie bauen die Konstruktion, auf der im Juli die Maurer stehen werden, die die Steine für das neue Gewölbe setzen. Bis in den Winter 2020 werden sie in der Marienkirche, dem Wahrzeichen Prenzlaus arbeiten.

Wiederaufbau soll originalgetreu erfolgen

Das Kreuzrippengewölbe wird in Etappen gebaut, das Gerüst Stück für Stück versetzt. Den Auftrag hat das Architekturbüro Krekeler Generalplaner erhalten, Dr. Klaus Schmidt stellte die Pläne jetzt in dem Gotteshaus vor. Geplant wurde über ein Jahr, das Deckengewölbe soll möglichst originalgetreu rekonstruiert werden – von den verwendeten Materialien bis hin zur Bemalung. Dafür wurden alte Aufnahmen und Kirchengebäude aus der Region, die zur selben Zeit entstanden, miteinander abgeglichen.

Hohe Fördermittelsumme vom Bund

Gut drei Millionen wird die Gewölbekonstruktion kosten, so Superintendent Reinhart Müller-Zetsche. Ein Großteil der Summe wird aus Bundesmitteln gezahlt, hinzu kommt ein kleiner Beitrag vom Land Brandenburg sowie eigene Gelder der Kirche. Insgesamt sind gut 3,47 Millionen eingeplant. Je nachdem wieviel Geld nach dem Abschluss des Gewölbes noch übrig ist, soll die Kirche auch noch eine passende Orgel erhalten.