UNVERSTÄNDNIS FÜR ENTSCHEIDUNG

Protest gegen Abschiebung von Ukrainerin

Dass die Uckermärker auch Fremde ins Herz schließen können, zeigt das Beispiel der Ausweisung der Podologin Marina Kvasha.
Kai Horstmann Kai Horstmann
Helmut Knieling (68) ist empört über die Abschiebung von Marina Kvasha.
Helmut Knieling (68) ist empört über die Abschiebung von Marina Kvasha. Kai Horstmann
Prenzlau.

Die Abschiebung der ukrainischen Fußpflegerin Marina Kvasha empört viele Uckermärker. Besonders betroffen sind die Patienten in der Praxis von der Podologin Silvia Hofer, wo sie gearbeitet hat. Mitarbeiter und Patienten waren mit Marina Kvasha hochzufrieden, schätzten ihre freundliche und kompetente Art.

Patienten empört

Selbst in der Redaktion des Uckermark Kuriers meldeten sich ihre Patienten, um ihrem Unverständnis Ausdruck zu verleihen. Einer davon ist Helmut Knieling (68), der Marina Kvasha als rundum positiv empfand. Zudem fiel dem Rentner auf, mit welch eine Lebensfreude Marina Kvasha ausstrahlte. Ihm erzählte die Ukrainerin, dass sie in der Uckermark den Führerschein machen möchte und hier eine neue Heimat gefunden hat. Doch diesen Traum hat jetzt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zerstört.

Chefin will nicht aufgeben

Die Podologin Silvia Hofert will sich aber nicht geschlagen geben und überlegt, ob sie mit einer Unterschriftenaktion oder anderen Methoden Marina Kvasha zurückholen kann.

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Kommentare (2)

Erinnert sei an Afghanistan, dass zu einem "teilweise sicheren Herkunftsland" mutiert wurde mit der Begründung, es gäbe irgendwo in Afghanistan sichere Gebiete. Grundgesetz Art. 16a besagt zum sicheren Herkunftsland, "dass dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet". Diese sicheren Herkunftsländer werden immer wieder neu durch Bundestag und Bundesrat bestimmt. Vermutlich hat die Ukrainerin Asyl beantragt. Ein anderer Weg wäre über Aufenthaltstitel bei der deutschen Botschaft in der Ukraine zu beantragen gewesen, um eine Arbeitserlaubnis für Deutschland zu erhalten. Weitere Infos im Link: https://www.bmi.bund.de/DE/themen/migration/aufenthaltsrecht/einreise-und-aufenthalt/einreise-und-aufenthalt-node.html

Das muss sie gewusst haben. Deshalb kann sie mir nicht leid tun. An jeden einzelnen Tag hätte sie abgeschoben werden können. Ein Leben in Angst, das nun ein Ende gefunden hat. Denn auch die Ukrainer brauchen Fusspflegerinnen.