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Amtsgericht Prenzlau

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Prozess zu Online-Handel mit Nazi-Devotionalien verschoben

Ein Mann, der über einen Online-Shop Produkte mit Nazi-Propaganda vertrieben haben soll, kommt erst im Oktober vor Gericht. (Symbolbild)
Ein Mann, der über einen Online-Shop Produkte mit Nazi-Propaganda vertrieben haben soll, kommt erst im Oktober vor Gericht. (Symbolbild)
Natacha Pisarenko

Ein Uckermärker soll unter anderem Erdnussdosen verkauft haben, die als Gaskartuschen mit der Aufschrift „Zyklon B” aufgemacht waren. Vor Gericht kommt er nun erst im Oktober.

Ein Mann, der über einen Online-Shop Produkte mit Nazi-Propaganda vertrieben haben soll, kommt erst im Oktober vor Gericht. Eigentlich sollte das Verfahren vor dem Amtsgericht Prenzlau (Uckermark) am 20. September beginnen, der Termin wurde jetzt aber auf den 19. Oktober verschoben, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte.

Weitere Details wurden nicht genannt. In der Vergangenheit war es schon zu mehreren Verzögerungen gekommen. Bereits im Jahr 2011 hatte die Staatsanwaltschaft nach früheren Gerichtsangaben Anklage wegen der Verbreitung von rechtsextremer Propaganda erhoben.

In dem Online-Shop sollen der Staatsanwaltschaft zufolge etwa Erdnüsse in Dosen mit dem Aufdruck „Zyklon B – Giftgas“ vertrieben worden. Das Giftgas Zyklon B hatten die Nationalsozialisten insbesondere im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zur massenhaften Tötung von Häftlingen verwendet.