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Rasenmäher werden schon um fünf Uhr angeworfen

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Damit sich die Landesgartenschau jeden Tag aufs Neue schön präsentieren kann, ist viel Arbeit vonnöten, vor allem am frühen Morgen. Dass die Rasenmäher noch vor sechs Uhr loslegen, nervt die Anwohner des Geländes sehr.

So wie Magda S. (Name geändert) sind zurzeit vermutlich viele Menschen in aller Herrgottsfrühe wach. Doch während es bei manchen die "senile Bettflucht" ist, die sie aus den Federn treibt, ist bei besagter Prenzlauerin die Ursache woanders zu suchen. Magda S. wird seit Monaten wider Willen aus den Träumen gerissen. Als Anliegerin des Landesgartenschaugeländes bekommt die Bewohnerin der Uckerpromenade seit April den morgendlichen Arbeitseifer der dort Beschäftigen zu spüren.

"Punkt halb fünf scherbeln die Gärtner mit ihren Geräten, wird Rasen gemäht oder Abfall in Container geworfen", beklagt sie. Mehrere Betroffene aus ihrer Straße hätten das bereits angezeigt, bis jetzt habe sich leider nichts geändert. Dabei gebe es klare Regelungen für Lärmbelästigungen in der Stadt. Bürgermeister Hendrik Sommer sagt: "Wir haben die LaGa GmbH bereits auf die Problematik hingewiesen und darum gebeten, die  Unternehmen dahingehend zu informieren, dass die Arbeiten nicht vor 6 Uhr beginnen."

Zum Verständnis müsse, so das Stadtoberhaupt, jedoch erklärt werden, dass das Gelände der Landesgartenschau eine Fläche von  13 Hektar umfasse. "Diese müssen täglich von den Mitarbeitern bewirtschaftet werden. Die den Besucherverkehr einschränkenden Arbeiten wie beispielsweise Rasenmahd müssen bereits vor Öffnung der LAGA (täglich ab 9 Uhr) durchgeführt werden. Um diesen Zeitplan einzuhalten, muss entsprechend früh mit den Arbeiten begonnen werden. "Wir bitten die Anwohner und alle diejenigen, die während der Laufzeit der Landesgartenschau mit Einschränkungen leben müssen, daher um Verständnis. Gleichzeitig sind wir bemüht, gemeinsam mit der LaGa GmbH Lösungen zu finden, um hier Entspannung der Situation herbeizuführen."