MEHRFACHER LADENDIEBSTAHL

Rentnerin beim Klauen erwischt

Insgesamt 16 Mal entwendete eine Prenzlauerin Waren in einem Geschäft. Nun wurde die Rentnerin deshalb verurteilt.
Eine Rentnerin musste sich wegen mehrfachen Diebstahls vor dem Amtsgericht verantworten.
Eine Rentnerin musste sich wegen mehrfachen Diebstahls vor dem Amtsgericht verantworten. Archiv UKK
Prenzlau.

Im beschleunigten Verfahren musste sich eine Rentnerin aus der Uckermark-Hauptstadt wegen mehrfachen Diebstahls verantworten. Ich kann mit die Taten auch nicht erklären, gestand die 67-Jährige zu Prozessbeginn. „Ich weiß nicht was mich da geritten hat.“ Es sei nicht ihre Art, auch leide sie keine Not, so die Frau. Ein Motiv konnte die Sünderin auch nicht nennen, am Geld lag es nicht, beteuerte sie.

Diebstahl per Videoüberwachung entdeckt

Seit langer Zeit gehe sie schon in die Verkaufseinrichtung, heute meide sie den Laden. Und das mit gutem Grund, denn es wurde ein Hausverbot gegen die Diebin ausgesprochen. Nur mit Hilfe einer Videoüberwachung kam man der Täterin auf die Spur, da in unregelmäßigen Abständen immer wieder Sachen aus den Regalen fehlten. Zumeist Kleinigkeiten im Wert von 10 bis 20 Euro, doch das summierte sich. Insgesamt konnten der Frau in dem Geschäft 16 Diebstähle nachgewiesen werden, über die Dunkelziffern gab es nur Vermutungen.

Eine Vielzahl von Taten nachgewiesen

Auch wenn es sich in der Mehrzahl nur um geringwertige Sachen handelte, Diebstahl bleibt Diebstahl, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Hier falle vor allem die Vielzahl der Taten ins Gewicht, auch wenn die Angeklagte bisher im strafrechtlichen Sinne eine weiße Weste hatte. Den nachgewiesenen Schaden in Höhe von 500 Euro hat sie inzwischen bezahlt. Eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 20  Euro hielt die Anklägerin für angemessen. „Ja, das ist gut so, ich akzeptiere das“, entgegnete die Angeklagte auf den Strafantrag der Staatsanwaltschaft.

Richter folgt dem Antrag der Staatsanwaltschaft

"Was mich aber viel mehr belastet, ist die gesellschaftliche Ächtung. Videos und Fotos von mir wurden durch die Betreiber der Verkaufseinrichtung herum gezeigt, und wo man mich als Diebin diffamierte", so die Frau den Tränen nahe. Das sei nicht in Ordnung und sie habe deshalb Anzeige wegen Verleumdung gestellt. Dass ist ihr gutes Recht, sagte der Richter, aber für diesen Prozess habe dies keine Bedeutung. Auch das Gericht sah letztlich die Vielzahl der Taten als schwerwiegend an und folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. In seinem Urteil verfügte der Richter die 1 200  Euro Geldstrafe für die 16 Diebstahlshandlungen. Der Geldbetrag kann in Raten abgezahlt werden, hieß es in der Urteilsbegründung.

 

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Kommentare (2)

Die Frau hat sich doch zu ihren Taten bekannt und 16 Diebstahlshandlungen berechtigen dazu, sie als Diebin zu bezeichnen. Daran wird eine Verleumdungsklage nichts ändern und auch keine Tränen.

Die Frau hat sich doch zu ihren Taten bekannt und 16 Diebstahlshandlungen berechtigen dazu, sie als Diebin zu bezeichnen. Daran wird eine Verleumdungsklage nichts ändern und auch keine Tränen.