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Brandstifter-Urteil

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Schwedter zu jahrelanger Haftstrafe verurteilt

Vor Gericht: Ein 29-Jähriger Schwedter wurde zu neun Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Vor Gericht: Ein 29-Jähriger Schwedter wurde zu neun Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
David-Wolfgang Ebener

Der Schwedter, der sein Elternhaus angezündet haben soll, ist erneut verurteilt worden. Diesmal nicht nur wegen schwerer Brandstiftung, sondern auch wegen versuchten Mordes.

Michael N., der versucht hatte, das Haus seiner Eltern in Schwedt anzuzünden, ist erneut verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Revision gegen das erste Urteil eingelegt. Nun wurde der 29-Jährige nicht nur wegen schwerer Brandstiftung, sondern auch wegen versuchten Mordes verurteilt.

Die Tat sei besonders heimtückisch gewesen, erklärte der Richter in seiner Begründung. Die zweite Kammer des Landgerichts Neuruppin sah es als erwiesen an, dass Michael N. den Tod seiner Eltern billigend in Kauf genommen hat. Michael N. wurde zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Feuer nach Brandstiftung von selbst erloschen

Michael N. soll am Morgen des 5. April 2016 Benzin an der Tür und den Fenstern des Elternhauses verteilt und dann angezündet haben. Als die Flammen loderten, soll er den Tatort verlassen haben. Das Feuer ging später von alleine aus.

Die erste Kammer des Landgerichts hatte den 29-Jährigen nur wegen Brandstiftung verurteilt, der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber auf, sodass nun vor der zweiten Kammer erneut verhandelt wurde. Die Kammer ordnete zusätzlich Sicherheitsverwahrung an – der Verurteilte wird also auch nach der Haftstrafe weiter hinter Gittern bleiben. Noch können Rechtsmittel eingelegt werden.