Krisenfall in Brüssow

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Seebad durch plötzliche Krankheit in Gefahr

Die Besucher wünschen Andreas Herklotz schnelle Genesung.
Die Besucher wünschen Andreas Herklotz schnelle Genesung.
Claudia Marsal

Erst gab es verkürzte Öffnungszeiten, dann war das Brüssower Seebad auf einmal ganz zu. Über den Grund wurde wild spekuliert. Jetzt handelte die Kommune.

So schnell kann es gehen: In dieser Woche hatte Bademeister Andreas Herklotz noch bedauert, dass er aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen nicht länger für die Gäste da sein kann. Besucher hatten beklagt, dass erst ab 12 Uhr geöffnet ist. Der Chef des Brüssower Seebades warb um Verständnis dafür, dass die kommunalen Gelder nicht für eine zweite Stelle reichen. Dass die Stadt sich überhaupt noch den Luxus leistet, eine solche Anstalt zu betreiben, hat schließlich Seltenheitswert – in einer Zeit, wo ringsum Freibäder schließen.

Spekulationen nicht bestätigt

Kurz nach dem Interview knockte es den Uckermärker dann aus. Bis Freitag hing ein „Geschlossen”-Schild an der Tür. Spekulationen, wonach der Bademeister auf Arbeit einen Schlaganfall erlitten habe, wollte die Verwaltung der Stadt Brüssow nicht bestätigen. Auch wenn diese Information in den sozialen Netzwerken blitzschnell die Runde machte, gab es dazu keinen Kommentar. Dafür aber die gute Nachricht für die Besucher: „Wir haben kurzfristig Ersatz besorgt. Ab Freitag 13 Uhr ist wieder auf.”

Stadt erwartet viele Gäste

Das dürfte nicht nur die Brüssower freuen, denn in der Stadt sind am Wochenende wegen Trabitreffen und Parkfest auch unzählige Besucher, die auf Abkühlung hoffen. Andreas Herklotz drücken wir die Daumen, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.