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So schön war Kindheit früher

Redakteur Oliver Spitza steuerte die alte Nähmaschine seiner Urgroßmutter bei.
Redakteur Oliver Spitza steuerte die alte Nähmaschine seiner Urgroßmutter bei.
Claudia Marsal

Im Prenzlauer Museum dürfte ab dem Wochenende dichtes Gedränge herrschen. Leiterin Cäcilia Genschow eröffnet dort am Sonnabend eine große Spielzeugausstellung. Das Besondere daran: Für dieses Projekt haben sich viele Einheimische von ihren liebsten Erinnerungsstücken getrennt.

Der Prenzlauer Journalist Oliver Spitza hat schon in jungen Jahren ein "Auto" besessen. Denn wann immer der 1965 geborene Redakteur bei seiner Uroma zu Besuch war, nahm er ihre Schwingschiff-Nähmaschine in Beschlag - zweckentfremdet. Der Knirps krabbelte unter das eiserne Ungetüm, dorthin, wo sich das große Nähmaschinenrad befand und begann zu lenken. Das gab dem Prenzlauer bereits Anfang der 1970er Jahre einen Vorgeschmack darauf, wie es ist anfühlt, einen Wagen zu steuern.

Wer sich ein Bild von diesem ersten Auto machen will, der sollte am Sonnabend, dem 2. November, um 15 Uhr ins Dominikanerkloster kommen. Dort eröffnet nämlich eine ganz besondere Spielzeugausstellung, ausnahmslos bestückt mit Erinnerungsstücken von Menschen aus der Region. Frauen und Männer haben sich schweren Herzens leihweise von Puppen, Teddys, Spielküchen und vielem anderen getrennt.

Den Besuchern wird das Herz aufgehen, da ist Museumschefin Cäcilia Genschow ganz sicher. Sie hat schon beim Aufbau viel mehr Zeit als eigentlich notwendig im Ausstellungsraum verbracht. Einfach, weil sie sich nicht satt sehen konnte an dem, was einst auch ihre Kindheit so schön gemacht hat.