Teilhabe

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Sozialpässe in Prenzlau kaum gefragt

Badespaß am Seebad: Für Sozialpass-Besitzer gibt es Rabatt auf die Dauerbadekarte. Genutzt wird das Angebot aber offenbar kaum.
Badespaß am Seebad: Für Sozialpass-Besitzer gibt es Rabatt auf die Dauerbadekarte. Genutzt wird das Angebot aber offenbar kaum.
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Mehr Werbung sollte es richten, doch das Interesse der Kreisstädter am Sozialpass bleibt gering. 2018 wurden erst 15 Karten ausgestellt.

Es ist eine positive Tendenz im Vergleich zu den Vorjahren, aber weiterhin bewegt sich die Nachfrage nach dem Sozialpass in Prenzlau auf niedrigem Niveau. 2016 wurden in der Stadt nur 14 Pässe ausgestellt, 2017 immerhin schon 23. In diesem Jahr waren es bis Anfang April 15.

Angebot für Arbeitslose und Geringverdiener

Das Angebot, das es seit 2011 gibt, soll Menschen mit geringem Einkommen, Arbeitslosen und Asylbewerbern die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erleichtern. Es gibt Rabatte fürs Freibad, Konzerte oder Lesungen in Einrichtungen der Stadt. Das Angebot sei nicht schlecht, meint auch Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) mit Verweis auf den halben Eintrittspreis fürs Seebad. Aber auch dort halte sich der Andrang in Grenzen.

Zusätzliche Angebote kaum realisierbar

Zwischenzeitlich wurden neue Flyer entworfen und an Schulen, Kitas und öffentlichen Einrichtungen verteilt. Das sollte eigentlich für ein größeres Interesse sorgen. Gelungen ist es offenbar nicht. Zusätzliche Angebote in den Pass aufzunehmen, ist laut Sommer schwierig: Andere Einrichtungen verlangten in der Regel Ausgleichszahlungen für die Vergünstigungen, das sei kaum zu finanzieren.