SPEZIALKRÄFTE ANGEFORDERT

Sprengköpfe bei Einkaufscenter in Prenzlau entdeckt

Schock in Prenzlau am Donnerstagabend: In der Nähe des Ladencenters Brüssower Allee wurden Sprengkörper gefunden. Experten des Landeskriminalamts wurden alarmiert.
Sven Wierskalla Sven Wierskalla
Martin Lindner Martin Lindner
Wegen dieser Sprengkörper wurde der Parkplatz gesperrt.
Wegen dieser Sprengkörper wurde der Parkplatz gesperrt. Tobias Olm
Die Sprengkörper lagen direkt vor einem Auto.
Die Sprengkörper lagen direkt vor einem Auto. Tobias Olm
Experten des Landeskriminalamts erreichten den Parkplatz gegen 22 Uhr.
Experten des Landeskriminalamts erreichten den Parkplatz gegen 22 Uhr. Martin Lindner
Experten des Landeskriminalamts erreichten den Parkplatz gegen 22 Uhr.
Experten des Landeskriminalamts erreichten den Parkplatz gegen 22 Uhr. Martin Lindner
Prenzlau.

In unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums zwischen Brüssower Allee und Georg-Dreke-Ring sind am Donnerstag gegen 18.30 Uhr fünf gefährliche Sprengkörper gefunden worden. Wie der Dienstgruppenleiter der Polizei, Bernd Wieczorek, dem Uckermark Kurier mitteilte, waren die Sprengköpfe, die offenbar von Panzerfäusten stammten, allem Anschein nach von jemandem neben dem Ladencenter in einem Pflanzstreifen deponiert worden. „Es handelt sich nicht um einem Fund von Munition aus Weltkriegszeiten“, erklärte Wieczorek.

Spätere Räumung nicht ausgeschlossen

Polizei und Sicherheitskräfte sahen zunächst davon ab, das Ladencenter zu räumen. Allerdings behielt sich die Polizei eine spätere Räumung des Einkaufscenters ebenso wie der angrenzenden Wohnungen vor. Zudem wurde davon abgeraten, das Einkaufscenter am Donnerstagabend noch aufzusuchen. Später erledigten die Öffnungszeiten dieses Problem von selbst - das Center schloss ohnehin.

Die Sprengkörper lagen direkt vor einem Auto.

Herkunft der Sprengkörper zunächst unklar

Am Abend waren Spezialkräfte des Landeskriminalamtes aus Eberswalde unterwegs nach Prenzlau, die über das weitere Vorgehen und eventuelle Evakuierungen entscheiden sollten. Wie die Sprengkörper auf den Pflanzstreifen gekommen war, war zunächst noch unklar.

Kampfmittelräumdienst im Anmarsch

Die Polizei sowie Kräfte des Ordnungsamtes warteten zunächst für mehrere Stunden auf die Ankunft des Landeskriminalamts, dessen erste Mitarbeiter kurz nach 22 Uhr vor Ort eintrafen. Bis dahin hatte sich auch eine gute handvoll Schaulustiger vor Ort eingefunden.

Experten des Landeskriminalamts erreichten den Parkplatz gegen 22 Uhr.

Experten sind vor Ort eingetroffen

Nachdem die Experten vor Ort das Material geprüft hatten, stellte sich heraus, dass es sich nicht um echte Munition, sondern augenscheinlich um Übungsmunition handelt. Das sagte Dienstgruppenleiter Ulf Richter von der Prenzlauer Polizei dem Uckermark Kurier: "Wir müssen jetzt gucken, ob Treibladung drin ist, aber es ist auf jeden Fall keine Sprengladung drin." Einer ersten Einschätzung der Spezialisten zufolge handele es sich um russische oder sowjetische Munition. Diese könne wahrscheinlich "gefahrlos abteransportiert werden".

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Prenzlau

zur Homepage