GRANATEN IN EINKAUFSTÜTE

Sprengkörper auf Parkplatz sorgen für Wirbel

Große Aufregung am Abend in Prenzlau: Auf einem Parkplatz wurden in einer Supermarkt-Tüte mehrere Sprengköpfe entdeckt.
Martin Lindner Martin Lindner
Gabriel Kords Gabriel Kords
Wegen dieser Sprengkörper wurde der Parkplatz evakuiert.
Wegen dieser Sprengkörper wurde der Parkplatz evakuiert. Martin Lindner
Gegen 22:45 Uhr wurden die Absperrbänder wieder entfernt. Experten vom Landeskriminalamt brachten die Sprengkörper weg.
Gegen 22:45 Uhr wurden die Absperrbänder wieder entfernt. Experten vom Landeskriminalamt brachten die Sprengkörper weg. Tobias Olm
Wegen dieser Sprengkörper wurde der Parkplatz evakuiert. 
Wegen dieser Sprengkörper wurde der Parkplatz evakuiert. Tobias Olm
Prenzlau.

Erst kam die große Aufregung, dann kam das große Warten: Nachdem gegen 18.30 Uhr auf einem Supermarkt-Parkplatz an der Brüssower Straße Passanten eine Supermarkt-Tüte mit verrosteten Sprengköpfen entdeckt hatten, sperrten Polizei und Ordnungsamt den Platz ab. Zeitweilig wurde auch die Evakuierung eines Einkaufszentrums und naher Wohnungen erwogen.

Danach folgte dann allerdings erst einmal – nichts. Denn die Polizei hatte Sprengstoff-Experten des Landeskriminalamts Eberswalde alarmiert, und die mussten erst einmal anrücken. Gegen 22 Uhr trafen die Experten vor Ort ein und konnten nach kurzer Prüfung des Sachverhalts die erste Aufregung etwas lindern: Zwar handelte es sich dem ersten Augenschein nach zwar tatsächlich um Kampfmittel, allerdings um Übungsmunition.

In Kiste geladen und abtransportiert

„Wir müssen jetzt gucken, ob eine Treibladung drin ist, aber auf jeden Fall ist keine Sprengladung drin”, sagte Dienstgruppenleiter Ulf Richter von der Prenzlauer Polizei: „Wahrscheinlich kann die Munition dann gefahrlos abtransportiert werden.” Nach erster Einschätzung der Experten handele es sich um Munition aus russischer oder sowjetischer Produktion. „Es ist definitiv keine Weltkriegs-Munition, sondern die Produktion war nach 1945. Genauer geht es momentan noch nicht”, sagte ein Beamter des Landeskriminalamts.

Tatsächlich kam es so, wie vermutet: Gegen 22.45 Uhr wurden die Übungsgranaten als „handlungs- und transportsicher” eingestuft und konnten deshalb einfach in eine Kiste geladen und abtransportiert werden. Die Polizeiabsperrungen wurden eingesammelt, der Fundort noch einmal sorgfältig mit der Taschenlampe abgeleuchtet. Vollkommen unklar blieb, wie die Gegenstände auf den Parkplatz gekommen waren. Dies ist Gegenstand von Ermittlungen der Polizei.

Bombendrohung in Neubrandenburg

Am sorgte in Neubrandenburg ein 41-Jähriger für Aufregung. Er hatte bei der Polizei angerufe und gab an, gleich eine Bombe hochgehen zu lassen. Vor Ort zeigte sich ein anderes Bild.

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Kommentare (1)

ohne Treibladung sind nichts weiter als Metallstücke. Schätze, er hat den Metallcontainer gesucht und nicht gefunden.