:

Stinkende Feuer regen Nachbarn auf

Es qualmt gewaltig in der Gartenanlage am Thomas-Müntzer-Platz in Prenzlau.
Es qualmt gewaltig in der Gartenanlage am Thomas-Müntzer-Platz in Prenzlau.
Ines Markgraf

Hier einen Zweig, dort ein bisschen Gestrüpp abgeschnitten. Schon liegt ein Haufen Abfall vor dem Kleingärtner. Die schnellste und bequemste Lösung ist ein Feuer. Doch das bleibt nicht ohne Folgen.

Margitta M. (Name auf Wunsch geändert) sitzt gern mit ihrem Mann auf ihrem Balkon im Seniorenheim am Thomas-Müntzer-Platz in Prenzlau. Doch stark riechender Qualm, der von der benachbarten Gartenanlage herüberzieht, lässt die beiden schnell wieder Schutz in der Wohnung suchen. Die 76-Jährige vermutet, dass die Kleingärtner nicht nur Gartenabfälle verbrennen. „Täglich qualmt es, es ist nicht zum Aushalten“, so die Seniorin. Der Kleingärtner, der nach Aussage von Margitta M. fast täglich für den Gestank verantwortlich sein soll, ist sich keiner Schuld bewusst. „Das machen doch alle hier so“, widerspricht er. „Ich bin gar nicht jeden Tag hier“. In seine Tonne wirft er gerade Gehölz. Dass er das Ehepaar nervt, war ihm nicht bewusst.

Für das Verbrennen von Gartenabfällen gibt es klare Vorgaben, so Alexander Martinot, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Verbrannt werden darf nur trockenes und unbelastetes Holz. „Es dürfen keine Abfälle im Feuer entsorgt werden. Bei starker Rauchentwicklung oder Funkenschlag müssen die Flammen unverzüglich gelöscht werden.“ Bei Verstößen gegen die Abfallkompost- und Verbrennungsverordnung können Bußgelder zwischen 5,00 und 5112,92 Euro erhoben werden.