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Tierquälerei

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Terriermischling: Strafmaß für qualvollen Hundetod umstritten

Das grausame Martyrium des kleinen Hundes ist juristisch abgeschlossen. Zufrieden sind viele Bürger wegen der Milde des Urteils dennoch nicht.
Das grausame Martyrium des kleinen Hundes ist juristisch abgeschlossen. Zufrieden sind viele Bürger wegen der Milde des Urteils dennoch nicht.
Uli Deck/Tierheim Neubrandnburg

Das Martyrium, das ein kleiner Hund erlitten hat, ist juristisch abgeschlossen. Die verhängten Urteile sind vielen Lesern und dem Tierschutzverein Prenzlau zu mild.

Die rechtskräftigen Urteile gegen das Halterpaar aus Neubrandenburg, das den schwarzen Terriermischling sterben ließ, sorgt nicht nur in der Uckermark für Empörung. Die Bewährungsstrafe für den 28-jährigen Mann und die Geldstrafe in Höhe von 300 Euro für seine Bekannte halten viele Leser in ersten Reaktionen für ein zu mildes Strafmaß.

Viele Fälle von Tierquälerei bleiben ungesühnt

Eine Leserin aus dem über 600 Kilometer entfernten Nürnberg (Bayern) schreibt an die Redaktion, dass das Urteil ein „Witz” sei. Frauke Förster vom Prenzlauer Tierschutzverein kann den Ärger von den Tierfreunden gut nachvollziehen. Auch sie hätte sich ein höheres Strafmaß gewünscht. Dennoch sei sie froh, dass es dank der Steuermarke, die zum Halter führte, überhaupt zu einer Verurteilung gekommen ist. Sie kenne viele Fälle von Tierquälerei, die vor Gericht gescheitert sind, weil sie den „offensichtlichen Tätern” nicht zweifelsfrei nachweisbar waren.

Hund sei aggressiv gegenüber Kind gewesen

Die Angeklagten in Neubrandenburg gaben an, dass der Hund aggressiv gewesen sein soll gegenüber ein 6-jähriges Kind, das im Haushalt lebte. Das erklärte Petra Hoeveler, Sprecherin des Amtsgerichts Neubrandenburg, auf Nachfrage des Uckermark Kurier. Der 28-Jährige habe den Hund ins Tierheim bringen wollen, aber dort, wie er angab, niemanden angetroffen.