:

Todkranker Conny darf Heiligabend heim

Cathleen Wolff holte ihren todkranken Bruder aus Schönwerder ab.
Cathleen Wolff holte ihren todkranken Bruder aus Schönwerder ab.
Claudia Marsal

Ein 42-jähriger Landwirt aus der Uckermark ist unheilbar krank. Conny Wolff weiß nicht, wie viel Lebenszeit ihm noch bleibt. Er hatte nur zwei Wünsche: Einmal noch Weihnachten erleben und Kassler mit Sauerkraut essen. Beides geht nun in Erfüllung.

Ein Hirntumor hat Conny Wolff jäh aus dem Berufsleben gerissen. Der 42-Jährige war schon im Sterbehospiz untergebracht, doch dann rappelte sich der Landwirt zum Jahresende nochmal auf. Er fieberte so sehr Heiligabend entgegen. Denn die Bescherung wollte er nochmal im Kreise seiner Familie erleben. Wider Erwarten erholte sich der Prenzlauer so weit, dass er in ein betreutes Wohnen umziehen konnte. Dort holte ihn seine Schwester Cathleen nun am 24. Dezember ab. Die 31-Jährige fuhr mit dem gebrechlichen Bruder heim zur anderen Schwester, die schon Ente angerichtet hatte. Nachmittags standen für ihn Bratäpfel auf dem Speiseplan. Und am ersten Feiertag gibt es auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten sein Leibgericht Kassler mit Sauerkraut. Die Dedelower Gaststätte "Tanger", die seine Wohnstätte in Schwönwerder mit Mittagessen versorgt, hat für ihn extra den Speiseplan umgestellt. Dafür ein dickes "Daumen hoch".