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Tomatenparadies steht allen offen

17 Sorten Tomaten haben Simone Schröder und Jens Hauke hier schon für den Tomatentag vorbereitet.
17 Sorten Tomaten haben Simone Schröder und Jens Hauke hier schon für den Tomatentag vorbereitet.
Monika Strehlow

Bei Jens Hauke stehen Tomaten fast täglich auf dem Speiseplan. Doch es gibt über 1000 Sorten. Jetzt zeigt er den Uckermärkern seine Lieblinge.

Als der Torgauer Apotheker Joachim Kreich seine erste Tomate im Garten pflanzte, war er in Deutschland einer von vier, die das wagten. Das ist fast 500 Jahre her, als  der Paradiesapfel als einer der Exoten bekannt wurde, die vermutlich von Christoph Kolumbus nach Europa gebracht wurden. Dank des Seefahrers kann sich der Kontinent heute an den saftigen Früchten in einer riesigen Vielfalt  laben. „Schätzungsweise 1000 Sorten soll es geben“, weiß selbst Gartenbauingenieur Jens Hauke nicht genau.

Am Sonnabend will er Kleingärtnern und Balkonbesitzern Orientierung für das nächste Frühjahr geben und lädt zum „Tag der Tomaten“ nach Kröchlendorff. „Tomaten sind das Lieblingsgemüse der Uckermärker. Nur ganz wenige mögen keine rohen Tomaten, verzehren sie höchstens gegart, als Ketchup oder im Saft.“ Doch immer wieder werde er gefragt, wie diese oder jene Sorte schmeckt, die er anbiete. Und da sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt, kam Jens Hauke auf die Idee mit der Tomatenschau, bei der nicht nur geschaut, sondern auch verkostet werden kann.

Der Tomatentag beginnt am Sonnabend um 9 Uhr. Bis 15 Uhr ist das Gewächshaus geöffnet. Bei Führungen sowie Kaffee und Kuchen hat jeder Gelegenheit, sich Notizen für den Pflanzplan 2017 zu machen. Natürlich, so versichert Simone Schröder, gebe es auch Exemplare aller Sorten zu erwerben.