Einsatz gegen Gewalt

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Uckermärker erhalten Preis für Zivilcourage

Das "Band für Mut und Verständigung" wird zum 25. Mal verliehen.
Das „Band für Mut und Verständigung” wird zum 25. Mal verliehen.
Britta Pedersen

Seit 25 Jahren zeichnet ein Bündnis Bürger aus Berlin und Brandenburg aus. Unter den Preisträgern sind diesmal auch Schülerinnen aus Prenzlau und ein Lehrer aus Angermünde.

Für ihr Engagement gegen Diskriminierung und Hass werden am Donnerstag drei Schülerinnen aus Prenzlau und ein Religionslehrer aus Angermünde mit dem „Band für Mut und Verständigung” geehrt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) übergibt gemeinsam mit Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) die Preise in der Potsdamer Staatskanzlei.

Einsatz gegen Hassrede und Antisemitismus

Für den 56-jährigen Angermünder Wolfgang Rall ist der Preis eine schöne Anerkennung seines Engagements gegen Ausländerhass und Gewalt. Der Religionslehrer koordiniert in seiner Freizeit die Arbeit im „Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde“. Im Zuge der Flüchtlingskrise wurde das Bürgerbündnis wiedererweckt, wie Rall erzählt. Das Bündnis setzt sich ebenso gegen Hassreden im Internet und Antisemitismus ein.

Neben Wolfgang Rall werden Celine, Martha und Michelle aus Prenzlau mit einem Sonderpreis bedacht. Die Schülerinnen der zehnten Klasse der Carl-Friedrich-Grabow-Schule setzten sich mutig dafür ein, dass Anfang des Jahres in ihrer Heimat Sachverhalte richtig gestellt wurden, die zugewanderte Kinder und Jugendliche betrafen.