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Uckermärker setzen lieber auf kleine Waffen

Waffenschein statt Karate: Die Zahl der Teilnehmer an Selbstverteidigungskursen ist weiterhin gering.
Waffenschein statt Karate: Die Zahl der Teilnehmer an Selbstverteidigungskursen ist weiterhin gering.
UKK

In der Uckermark werden immer mehr Kleine Waffenscheine beantragt. Auf körperliche Abwehr setzen jedoch nur die wenigsten Bürger.

In der Waffenbehörde der Polizeidirektion Ost in Frankfurt/Oder häufen sich die Anträge auf den Kleinen Waffenschein. Das bestätigte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß. "Unsere Behörde kann sich vor Anträgen in diesem Jahr kaum retten", erklärte sie. Kleine Waffenscheine berechtigen zum Tragen von Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen. In Brandenburg geben die Polizeidirektionen die Bescheinigungen heraus, mit denen eine Waffe außerhalb der eigenen Wohnung getragen werden darf. Der Einsatz der Waffen ist jedoch verboten.

Körperliche Selbstverteidigung hingegen steht bei den Uckermärkern dagegen nicht hoch im Kurs. „Ich habe noch keine ‚Panik‘ gespürt“, sagte der Templiner Steffen Rose. Seit dem Jahr 2007 betreibt er Kampfkunstschulen in Templin, Prenzlau und Eberswalde. Uwe Lucka vom Karate-Dojo "Zanshin" in Prenzlau findet reine Selbstverteidigungskurse über eine kurze Zeit nur wenig effektiv. "Nach kurzer Zeit wird die Reaktion langsamer und man vergisst die Griffe", sagte er.

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