GAFFEN MIT ZURÜCKHALTUNG

Uckermärker verhalten sich in Notfällen meist respektvoll

Gaffen ja – behindern nein. Das ist die Erfahrung von Chefarzt Dr. Thomas Rösel aus dem Prenzlauer Krankenhaus mit den Uckermärkern.
Kai Horstmann Kai Horstmann
Ein Rettungswagen kommt einem Autofahrer nach einem Unfall zu Hilfe. Ohne Gaffer können die Rettungskräfte leichter arbeiten.
Ein Rettungswagen kommt einem Autofahrer nach einem Unfall zu Hilfe. Ohne Gaffer können die Rettungskräfte leichter arbeiten. Kai Horstmann
Uckermark.

Immer wieder behindern Schaulustige den Einsatz von Rettungskräften. Unter ihnen sind einige Gaffer, die scheinbar überhaupt keine Schamgrenze kennen. Der Uckermark Kurier wollte wissen, ob die Uckermärker auch solche gierigen Gaffer sind. Dazu sprach die Redaktion mit Dr. Thomas Rösel (49), dem Chefarzt für die Intensivstation, das Notfallzentrum und die Rettungsstelle im Krankenhaus Prenzlau.

Großes Lob an Uckermärker

Laut Dr. Rösel gibt es auch in der Uckermark Schaulustige, die sich gerne einen Unfall oder einen Brand ansehen. Aber die Uckermärker halten den gebührenden Abstand ein, sind respektvoll und behindern vor allem die Rettungskräfte nicht. Der Arzt fährt selber sehr oft mit zu Unfällen und hat dabei die Uckermärker als sehr vorbildliche Leute erlebt. Wenn Rösel im Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn kommt, fahren die Fahrer sofort zur Seite und halten an. Einzig Probleme gibt es bei Freunden, Angehörige oder auch bei so manchem Patienten, die ungefragt, und teilweise sehr aggressiv, ihr Wunschkrankenhaus verlangen. Das sei aber laut Dr. Thomas Rösel sehr selten.

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