Naturschutzbund

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Uckermarkleitung bedroht Vogelvielfalt

Die Uckermarkleitung war und bleibt ein Zankapfel.
Die Uckermarkleitung war und bleibt ein Zankapfel.
Jan Woitas

Der Naturschutzbund sieht die Stromtrasse kritisch. Er schlägt Alternativen für den geplanten Bau vor.

Der neuen 380 Kilovolt-Uckermarkleitung, die zwischen Bertikow und Neuenhagen entstehen soll, steht der Naturschutzbund (NABU) Brandenburg kritisch gegenüber. Der Verband behält sich vor, erneut den Rechtsweg zu beschreiten.

Im Januar 2016 hatte das Bundesverwaltungsgericht die ursprünglichen Pläne von Netzbetreiber 50Hertz gestoppt, weil Bedenken zum Vogelschutz auf der geplanten Trasse nicht ausreichend berücksichtigt worden waren.

Im Gebiet der Trasse gibt es große Vogelvielfalt

Der Vogel-Experte des Nabu, Dr. Martin Flade, hob die Artenvielfalt im Gebiet hervor, die bedroht ist, schließlich verlaufe die geplante Trasse durch einen der vogelkundlich bedeutsamsten Räume Deutschlands.

Besonders nachts, bei Nebel oder Nieselregen gingen sehr große Gefahren von der Leitung aus für die Tiere aus. Die Uckermarkleitung sei deshalb als Freileitung auf der geplanten Trasse nicht mit der EU-Vogelschutz-Richtlinie vereinbar, ist Flade überzeugt.

Alternative stellen Erdverkabelung dar

Die Naturschützer sind der Auffassung, dass es Alternativen zum beantragten Vorhaben gibt, wie teilweise Erdverkabelung oder eine Umtrassierung durch eine östliche Umgehung des Biosphärenreservats.