TIERSCHUTZ

Umgang mit herrenlosen Katzen sorgt für Diskussionen

Streunerkatzen, die sich vermehren, werden in der Uckermark zum Problem. Die Städte gehen unterschiedlich damit um.
Streunende Katzen mit Mikrochips zu versehen, steht in Prenzau vorerst nicht auf der Agenda.
Streunende Katzen mit Mikrochips zu versehen, steht in Prenzau vorerst nicht auf der Agenda. Angelika Warmuth
Angermünde fordert Mikrochips für streunende Katzen.
Angermünde fordert Mikrochips für streunende Katzen. Julian Stratenschulte
Prenzlau.

In Angermünde soll eine Pflicht zur Kastration und Kennzeichnung mit Mikrochips für Katzen, die draußen herumlaufen, eingeführt werden. Der Mikrochip soll es ermöglichen, die Katzen zu den jeweiligen Besitzern zurückzuverfolgen. Mit der Maßnahme will die Stadt die wachsende Anzahl herrenloser Katzen eindämmen

Bürgermeister: Kontrolle ist problematisch

Das Vorhaben steht in Prenzlau noch nicht auf der Agenda, wie der Bürgermeister der Stadt, Hendrik Sommer (parteilos), mitteilte. In Prenzlau gebe es auch keine nennenswerten Probleme mit Katzen, die ins Freie gelassen werden. Eine Kastration sei zwar sinnvoll, eine Kennzeichnung mit Mikrochip auch wünschenswert, erklärte er. Jedoch sei es problematisch, solche Maßnahmen zu kontrollieren.

Tierheim ist keine Lösung für verwilderte Tiere

Nach Einschätzung des Tierschutzvereins Prenzlau lassen die meisten Katzenbesitzer in der Kreisstadt ihre Katzen kastrieren oder kümmern sich ausreichend um den Nachwuchs. Die Lösung für verwilderten Nachwuchs sei allerdings nicht die Aufnahme im Tierheim, wie Vorsitzende Frauke Förster betonte, sondern nur die Kastration, um eine weitere Vermehrung zu verhindern, und die Fütterung und Gesundheitsfürsorge vor Ort.

Tierschutzverein Templin unterstützt Pläne

Heike Rutkowski vom Templiner Tierschutzverein begrüßt die Pläne in Angermünde. Ihr komme häufiger zu Ohren, dass in Templin und den Dörfern Katzenjunge getötet werden. In Templin hatten zuletzt herrenlose Katzen für Aufsehen gesorgt, die auf dem Gelände des Templiner Wirtschaftshofes nach Essensresten im Müll fischten. Eine größere Kastrationsaktion auf dem Hof ist für den 11. Juni geplant. Die Kosten will die Stadt übernehmen.

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