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Polizisten helfen

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Verletzter Storch gerettet

Zerzaust, blutig, verletzt – in diesem Zustand wurde der Storch an der Straße aufgelesen.
Zerzaust, blutig, verletzt – in diesem Zustand wurde der Storch an der Straße aufgelesen.
Jens Krüger

Die Polizei hat einen verletzten Storch an der Bundesstraße aufgelesen und ihn noch in der Nacht zum Storchenhof in Papendorf gebracht.

Ob die Straße oder eine nahe stehende Windkraftanlage bei Pinnow einem Storch zum Verhängnis wurde, kann Jens Krüger nicht mit Sicherheit sagen. Der Flügel müsse wohl amputiert werden, schätzte der Tierpfleger aus Papendorf.

Dramatische Aktion mitten in der Nacht

Eine Streife der Polizeiinspektion Prenzlau hatte in der Nacht zu Dienstag den verletzten Vogel entdeckt. In der Nähe der Bundesstraße bei Pinnow lag er verletzt am Rand. Die Polizisten wickelten ihn in eine Decke ein und brachten ihn noch in der Nacht zum Storchenhof in Papendorf. Als sie vor der Tür von Jens Krüger standen, war es vier Uhr – immer noch mitten in der Nacht. Krüger nahm den Vogel bei sich auf und warf noch in der Nacht einen Blick auf die Verletzung. Die Diagnose des Tierarztes steht noch aus, aber Krüger schätzt, dass der Flügel nicht zu retten ist.

Storch kann nicht mehr in freier Natur leben

Der Storch müsse vermutlich bei ihm bleiben, sagt er, und sein Gnadenbrot bekommen. Mit nur einem Flügel sei er in der freien Natur nicht überlebensfähig. Dass Menschen mit verletzten Vögeln auf dem Arm mitten in der Nacht bei ihm in Papendorf klingeln, komme allerdings öfter vor. Dafür sei er ja da.