SORGE WEGEN RUNDFUNKGEBÜHREN

Vom Beitragsservice hängen gelassen

„Schwarz hören und sehen, kommt teuer zu stehen.“ Diesen alten Werbespruch hat Bernd Simdorn noch gut im Gedächtnis. Um nicht angemahnt zu werden, wollte der Prenzlauer beim Beitragsservice nachfragen, wo und wie er zahlen muss. Hilfe fand er aber nicht.
Lutz Reuter Lutz Reuter
Bernd Simdorn versuchte monatelang herauszufinden, wohin er den Beitrag überweisen muss.
Bernd Simdorn versuchte monatelang herauszufinden, wohin er den Beitrag überweisen muss. Lutz Reuter
Prenzlau.

Seit Oktober vergangenen Jahres versucht Bernd Simdorn herauszufinden, wohin er seinen Rundfunkbeitrag überweisen kann. Die vergangenen zehn Jahre musste er die Gebühren als Hartz  IV-Empfänger nicht zahlen. Diese Befreiung galt aber nur bis zum 30. November 2014. Dass der Rentner seitdem zahlen muss, ist ihm bekannt. Nur an wen der Prenzlauer ihn überweisen sollte, wusste er nicht.

Also schrieb er einen Brief an die Behörde in Köln. Da der Prenzlauer keine Antwort bekam, wählte er mehrere Male die Telefonnummer des Beitragsservice. Vergebens. Da Simdorn eine saftige Nachzahlung befürchtete, schickte er Anfang Januar erneut einen Brief nach Köln. „Bis jetzt gab es null Reaktion“, so der Prenzlauer.

Warum es lange keine Antwort gab

Als er las, dass die Stadt Prenzlau als verlängerter Arm der Behörde verpflichtet sei, die Forderungen einzutreiben, wurde er nervös. Davor muss er keine Angst haben. Erst wenn es vollstreckbare Forderungen gäbe, würde sich der Beitragsservice an die Stadt Prenzlau wenden, erklärte Alexandra Martinot, Pressesprecherin der Kreisstadt.

Dass der Prenzlauer bis jetzt keine Antwort bekam, begründete der Beitragsservice mit der aktuell aufgrund eines erhöhten Vorgangsaufkommens verzögerten Bearbeitung von Sachverhalten. Immerhin: Die Überweisungsdaten für Bernd Simdorn wurden nun genannt.

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