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Vorhang für Kunst aus Glas und Stein gefallen

Ganz schön turbulent ging es am Tag der offenen Tür zu.

Beim Tag der offenen Tür gebe es immer etwas Traditionelles, sagt Uwe Habetha, Schulleiter der Max-Lindow-Schule in Prenzlau. „Aber heute gibt es etwas ...

Beim Tag der offenen Tür gebe es immer etwas Traditionelles, sagt Uwe Habetha, Schulleiter der Max-Lindow-Schule in Prenzlau. „Aber heute gibt es etwas Besonderes“, verrät er am Dienstag, während eine Leiter vor einem umhangenen, gut drei Meter hohen Objekt platziert wird. Die fast 200 Mädchen und Jungen der Lindow-Schule wissen natürlich schon länger, was sich darunter verbirgt. Doch erst jetzt wird die Stele aus Glas und Stein, die als Kunst im offenen Raum den Hof vor dem Schulgebäude zieren soll, offiziell eingeweiht. Der Vorhang fällt.
Mit 15 000 Euro schlägt die Stele, vom Landkreis Uckermark finanziert, zu Buche. Tagsüber könne man das noch nicht sehen, aber „morgens und in der Dämmerung wird sie von einem Scheinwerfer im Boden angestrahlt und auf das Schulgebäude projiziert“, erklärt Uwe Habetha.

„Dabei ist die Stele massiv gebaut“, betont der Glaskünstler Christian Breßler. Durch ungefähr 60 Zentimeter Glas können man hindurch schauen, sagt er. Für den Physikunterricht sei die Brechung des Lichts ein gutes Beispiel.
Gegenüber ein Dutzend Mitbewerbern hat er sich mit seinem Design durchgesetzt. In zwei Schritten, Bewerbung mit Referenzen und im zweiten Abschnitt mit einem Modell im Maßstab eins zu acht, überzeugte er die Jury und Lehrkräfte. Und das sogar einstimmig. „Die Schüler haben an der Abstimmung auch teilgenommen“, sagt Uwe Habetha. Das war im Jahr 2010. Ein wenig länger als gehofft habe es gedauert, die Stele an Ort und Stelle zu bringen, so der Schulleiter. Sanierungsarbeiten auf dem Hof und dem Außenbereich der Schule mussten zuerst abgeschlossen sein, bevor sie nun ihren Platz einnehmen konnte.

Nach der Einweihung geht es richtig los

Angefangen mit einem Staffellauf bietet die Schule an dem fünften Tag der offenen Tür an diesem Standort zahlreiche Angebote, um sich zu präsentieren. Bogenschießen, Hüpfburgen, ein Fahrsimulator der Polizei, ein Gesundheitsstand der AOK und ein Trommel-Workshop sind nur ein Teil dessen, was an der Lindow-Schule für ein buntes Treiben sorgt. Einige Schüler lassen sich auf den Kopf stellen, andere wiederum tummeln sich hoch zu Ross auf dem Schulhof. Die Schüler haben bereits einen erlebnisreichen Tag hinter sich. Wandern war tags zuvor angesagt. Viele der Schüler haben sich für die Landesgartenschau als Wanderpfad entschieden. „Alle unsere Schüler haben Dauerkarten für die LAGA“, berichtet Uwe Habetha.