Kreis Uckermark

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Wasserentnahme aus öffentlichen Gewässern verboten

Pumpen aus, Schlauch raus: Diesen Rat sollten Gärtner beherzigen, denen ihr Geld lieb ist.
Pumpen aus, Schlauch raus: Diesen Rat sollten Gärtner beherzigen, denen ihr Geld lieb ist.
Sebastian Gollnow

Die Hitze wird für Gärten zum Härtetest. Wasserdieben, die zum Gießen Wasser aus öffentlichen Gewässern abzapfen, drohen hohe Geldstrafen.

Als Konsequenz aus der anhaltenden Dürre schränkt der Landkreis Uckermark die Entnahme von Wasser aus öffentlichen Gewässern ein. Wasserdieben droht eine Strafe von mindestens 100 Euro, die bei Vorsatz sogar auf bis zu 100 000 Euro ansteigen kann. Das teilte Jörg Schubert, Amtsleiter beim Landwirtschafts- und Umweltamt in der Uckermark, mit.

Erlaubnis für Wassernutzung nur mit Antrag

Wer Wasser aus Flüssen, Bächen, Gräben, Seen oder Teichen abzapfen möchte, muss vorher eine Erlaubnis bei der Unteren Wasserbehörde beantragen. Ausnahmen von der Genehmigungspflicht bestehen unter anderem für Viehtränken in Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Hofstellen oder Löschwasserentnahmen, wie Schubert verdeutlichte.

Das Schöpfen mittels Eimern oder Kannen in geringen Mengen ist ebenso erlaubnisfrei. Ausnahmen wiederum bilden Bundeswasserstraßen und Gewässer, die der Schifffahrt dienen oder künstlich errichtet sind.

Fischsterben könnte Folge sein

Das Landwirtschafts- und Umweltamt verweist darauf, dass die anhaltende Trockenheit zu niedrigen Wasserständen in der Uckermark führt. Bereits geringe Entnahmen von Wasser hätten nachteilige Auswirkungen auf die im Gewässer lebenden Tiere und Pflanzen. Fischsterben und ein trockenes Gewässerbett können die Folge sein.