BLAUEIERSCHWIMMEN

Wasserratten trotzen kaltem See und erobern blaue Eier

So viele Teilnehmer wie noch nie stürzten sich am Sonntag für die begehrte Trophäe in die Fluten. Einer unter ihnen allerdings etwas widerwillig.
Lisa Martin Lisa Martin
Für die Ueckermünder Iesboders, die in ihrer Heimat die Tradition des Eisbadens pflegen, war der Unteruckersee mit 12,5 Grad schon fast zu warm.
Für die Ueckermünder Iesboders, die in ihrer Heimat die Tradition des Eisbadens pflegen, war der Unteruckersee mit 12,5 Grad schon fast zu warm. Lisa Martin
72 Teilnehmer meldeten sich am Sonntag beim Blaueierschwimmen im Prenzlauer Unteruckersee an.
72 Teilnehmer meldeten sich am Sonntag beim Blaueierschwimmen im Prenzlauer Unteruckersee an. Lisa Martin
Rund 700 verfolgten das Spektakel im Prenzlauer Strandbad vom sicheren Ufer aus.
Rund 700 verfolgten das Spektakel im Prenzlauer Strandbad vom sicheren Ufer aus. Lisa Martin
Pudelmütze und Schal schützen gegen Kälte, dachte sich wohl dieser junge Mann im Teilnehmerfeld.
Pudelmütze und Schal schützen gegen Kälte, dachte sich wohl dieser junge Mann im Teilnehmerfeld. Lisa Martin
Moderator Silvio Grensing wollte sich drücken mit der Ausrede, keine Badehose dabei zu haben. Doch da hatte er die Rechnung ohne Jörg Bollow gemacht, der aushelfen konnte.
Moderator Silvio Grensing wollte sich drücken mit der Ausrede, keine Badehose dabei zu haben. Doch da hatte er die Rechnung ohne Jörg Bollow gemacht, der aushelfen konnte. Lisa Martin
Prenzlau.

„Eigentlich ist es schon fast zu warm“, meinte Astrid Desjardins angesichts von 20 Grad Lufttemperatur und 12,5 Grad im Wasser. „Das ist für Eisbader schon gar nicht mehr die richtige Zeit.“ Dennoch meldete sie sich gemeinsam mit Ehemann Bodo und Freundin Gerlinde Möbius am Sonntag fürs Blaueierschwimmen an. Insgesamt sind es 72 Kinder und Erwachsene, die bei diesem Prenzlauer Gaudi am Unteruckersee mitmachen. „Ein Rekord!“, jubelte Silke Liebher, Leiterin Wirtschaftsförderung und Tourismus in der Stadt. Zum dritten Mal hat die Stadt Prenzlau das Spektakel jetzt schon veranstaltet. Die Wagemutigen mussten dabei ein Stück durch den Unteruckersee schwimmen. Am Ufer erhielten sie als Lohn dafür ein blaues Ei aus den Händen Bürgermeister Hendrik Sommer. Rund 700 Leute kamen, um das Spektakel mitzuerleben.

Doch nicht nur das blaue Ei winkt als Lohn. Stadtbäcker Them hat eine Torte spendiert, dazu gibt es jede Menge kleinerer Preise. Doch zuvor muss man ins Wasser. Auch Moderator Silvio Grensing. Der tönte laut, er würde mitmachen, hätte jemand eine Badehose für ihn dabei. Hilfe kam prompt. Jörg Bollow aus Ueckermünde, der fürs Blaueierschwimmen eigens von seinem Arbeitsort in Ostfriesland angereist war und sich auch von vier Stunden Autofahrt nicht schrecken ließ, beschaffte das benötigte Teil. Also blieb Grensing nichts anderes, als zum Abschluss und sehr zum Gaudi des Publikums das Mikro aus der Hand zu legen und ins kalte Wasser zu steigen.

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