FEUERWEHREINSATZ AN WEIHNACHTEN

Welle der Hilfsbereitschaft rollt nach Hausbrand an

In Drense hat ein Großeinsatz mehrere Feuerwehren gefordert. Ein 57-jähriger Mann verlor sein gesamtes Hab und Gut.
Mathias Scherfling Mathias Scherfling
Von dem Haus stehen nach dem Brand nur noch die Grundmauern.
Von dem Haus stehen nach dem Brand nur noch die Grundmauern. Mathias Scherfling
Am späten Vormittag warteten die beteiligten Kameraden auf das Tauschen der Schläuche, damit die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden konnte.
Am späten Vormittag warteten die beteiligten Kameraden auf das Tauschen der Schläuche, damit die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden konnte. Mathias Scherfling
Insgesamt elf Fahrzeuge mit 65 Kameraden aus sieben umliegenden Dörfern waren an den Löscharbeiten beteiligt.
Insgesamt elf Fahrzeuge mit 65 Kameraden aus sieben umliegenden Dörfern waren an den Löscharbeiten beteiligt. Mathias Scherfling
Drense.

Insgesamt 65 Feuerwehrleute mussten am 1. Weihnachtsfeiertag zu einem Großeinsatz nach Drense ausrücken. „Gegen 6.50 Uhr wurden wir alarmiert. Bei unserem Eintreffen stand der Dachstuhl eines Wohnhauses komplett in Flammen”, so Einsatzleiter Danny Ruthenburg, stellvertretender Amtswehrführer aus Gramzow. Mit elf Fahrzeugen aus Drense, Damme, Grünow, Gramzow, Schmölln, Brankenburg und Hohengüstow waren die Kameraden im Einsatz. „Gegen 8 Uhr hatten wir das Feuer unter Kontrolle und gegen 9 Uhr war es gelöscht”, informierte der Einsatzleiter weiter. Das Haus sei bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Bewohner ist unverletzt

Der 57-Jährige Bewohner, der dort allein lebte, konnte das Haus selbstständig verlassen. Er ist unverletzt, steht aber unter Schock. Wie Ortsvorsteherin Claudia Wege sagte, konnte der Mann nur das, was er am Leibe trug, retten. „Er ist im Dorf bei einer Familie untergekommen”, so die Ortsvorsteherin weiter. „Das Dorf hält zusammen. Es waren auch früh viele Leute da, die gleich gefragt haben, was man tun und wie man helfen könne.” Wie Claudia Wege weiter wissen ließ, hat die Familie für den 57-Jährigen ein Zimmer bereitgestellt und eine Sat-Schüssel angeschlossen. „Damit er wenigstens fern sehen kann”, so die Ortsvorsteherin. Im Laufe des Tages will sie mit dem Bürgermeister der Gemeinde Grünow sprechen, um eine Möglichkeit zu finden, dem Brandopfer im Wohnblock des Dorfes eine Wohnung zu organisieren. Derweil läuft eine Welle der Solidarität durch die sozialen Netzwerke. Dabei sind nicht nur Geld, sondern auch Sachspenden willkommen.

Brandursache unklar

Über die Ursache des Brandes gibt es noch keine Erkenntnisse. Vor Ort waren zwei Mitarbeiter eines Energieversorgers, die das Haus vom Strom abgeklemmt haben.

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