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Berliner Milcheinfuhrgesellschaft

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Wie soll es weitergehen nach Aus von Milchhändler?

Die B.M.G. brachte Wettbewerb in den Milchmarkt. Ohne den Milchhändler bliebe vielen Milchproduzenten keine andere Wahl als an Molkereien zu verkaufen.
Die B.M.G. brachte Wettbewerb in den Milchmarkt. Ohne den Milchhändler bliebe vielen Milchproduzenten keine andere Wahl als an Molkereien zu verkaufen.
Jens Büttner

Der Berliner Milcheinfuhrgesellschaft, einem der größten Milchhändler in Deutschland, droht die Insolvenz. Leidtragende werden wohl die Milchbauern sein.

Milchbauern sind im Zuge der angekündigten Insolvenz des Milchhändlers B.M.G. (Berliner Milcheinfuhrgesellschaft) in ihrer Existenz bedroht. Die B.M.G. gilt als einer der bedeutendsten Milchhändler Deutschlands. Sie schloss für dieses Jahr Milchkaufverträge für rund 950 Millionen Liter Milch – fast ein Zehntel der Milch stammt von der Erzeugergemeinschaft „Uckermärker Qualitätsmilch”.

„Uckermärker Qualitätsmilch” lieferte jährlich 90 Millionen Liter

Die 23 Mitgliedsbetriebe der Erzeugergemeinschaft lieferte jährlich ihre kompletten 90 Millionen Liter Milch an die B.M.G. Der Vorsitzende Dr. Edgar Coym beklagt Ausstände für sechs Wochen: das seien rund 3,5 Millionen Euro.

Sollte sich die B.M.G. aus dem Milchmarkt zurückziehen, wäre das in erster Linie schlecht für die Bauern. Das erklärte Johannes Fritz, politischer Referent beim Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Denn der B.M.G. bringe Wettbewerb in den Milchmarkt. Ohne den Milchhändler bliebe vielen Milchproduzenten häufig nur die Möglichkeit, an Molkereien zu verkaufen, die in der Regel weniger gute Preise böten.