LOB FÜR EINEN UNERMÜDLICHEN

Woher nimmt dieser Mann seine Kraft?

Wenn Vandalen alles kaputt schlagen, kommt er und baut wieder auf – Eckhard Kroll hat den Glauben an das Gute im Menschen nicht verloren.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Eckhard Kroll ist eines der bekanntesten Gesichter Prenzlaus.
Eckhard Kroll ist eines der bekanntesten Gesichter Prenzlaus. Alexandra Martinot
Eberhard Schuldt, Waltraud Pieles und Doris Löskow möchten ihm danken.
Eberhard Schuldt, Waltraud Pieles und Doris Löskow möchten ihm danken. Claudia Marsal
Prenzlau.

Jeder andere hätte die Flinte längst ins Korn geworfen. Denn wenn man sich ständig fürs Gemeinwohl einsetzt und die Arbeit mit Füßen getreten wird, ist das deprimierend. Doch Eckhard Kroll wird seit Jahren nicht müde, Prenzlau ein bisschen lebenswerter zu machen. Längst schon im Ruhestand, hat der Kreisstädter eine Gruppe gegründet, die sich „Aktivitäten zum Wohle der Stadt Prenzlau“ nennt. Ihrem Einsatz und Engagement sind unter anderem zahlreiche Buden und die originellen Gestaltungselemente des Weihnachtsmarktes zu verdanken.

Uckersee im Blick

Aber auch um den Uferbereich des Uckersees kümmert sich Eckhard Kroll mit seinen Leuten. Zwangsläufig sehr oft zu tun hatte die Truppe, die sich hauptsächlich aus rüstigen Senioren rekrutiert, über Sommer am Kap. „Dort gibt es ja eine wunderschöne Kneipp-Badestelle“, erzählt Doris Löskow dem Uckermark Kurier. Sie zählt mit Eberhard Schuldt und Waltraud Pieles zu den ganz treuen Nutzern. Ob allein, in der Gruppe oder mit auswärtigem Besuch – die drei haben in diesem Jahr viel Zeit dort verbracht.

Wilde Sau gespielt

Aber ihnen sei eben auch nicht entgangen, dass es vor allem abends und nachts oft hoch her ging. Die lauen Sommerabende luden vermutlich zu wilden Seepartys ein. Aber muss man jedes Mal wilde Sau spielen und den Platz verwüsten? Über diese Frage haben sie sich oft den Kopf zerbrochen, wenn sie morgens zum Kneippen kamen und Eckhard Kroll schon wieder für Ordnung gesorgt hatte.

Dafür ein Dankeschön

„Woher nimmt dieser Mann nur seine Kraft und den unerschütterlichen Glauben an das Gute? Immer, wenn etwas kaputt gegangen war, hat er sich wieder repariert oder durch Neues ersetzt. So ein Mensch ist heutzutage doch wirklich selten“, sagt Waltraud Pieles voller Begeisterung. Dafür deshalb ein Dankeschön.

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