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Wohin nur mit der Leiche des vergifteten Pfaffen?

Mitglieder des Jugendchores des Gymnasiums sorgen mit ihren Liedern wieder für Abwechslung und Spaß auf der Spektakel-Bühne.
Mitglieder des Jugendchores des Gymnasiums sorgen mit ihren Liedern wieder für Abwechslung und Spaß auf der Spektakel-Bühne.
Oliver Spitza

Das 14. Prenzlauer Historienspektakel ist eine Reise zurück in die Uckermark des Jahres 1830. Damit es nach drei Stunden ein Happy End geben kann, müssen die Beteiligten allerlei turbulente Abenteuer auf der Bühne überstehen.

Ja, da liegt er nun auf dem Küchenboden und seine Seele reist gen Himmel. Warum musste der Pfaffe aber auch immer nur ans Essen denken. Ein vergifteter Kuchen ist ihm nun zum Verhängnis geworden. Und Bauer Horst und seine liebreizende Gattin stehen vor dem Problem: Wohin mit der Leiche? Am besten rüber in Nachbars Garten und dort verbuddeln. Der Garten gehört allerdings einem jungen Grafen, der gerade das überschuldete väterliche Erbe übernommen hat. Er will dort dennoch einen Landschaftspark gestalten will und muss das auch, denn sein zukünftiger Schwiegervater will die Tochter nur herausrücken, wenn es in Arendsee einen Lenné-Park gibt.

Das ist der Stoff, aus dem Stephanie Schilling und Martin Mehner eine dreistündige Seifenoper geschrieben haben. In den Umbaupausen palavert eine resolute Klofrau über Gott und die Welt, derweil allerlei illustre Gestalten in ihre Toilette kommen: Bürgermeister, Bundestagsabgeordneter, der Chef einer benachbarten Gartenschau. Mit sehr viel Liebe, Mühe, Engagement und natürlich auch Freude haben sich die 90 Mitwirkenden seit Monaten in unzähligen Proben auf das 14. Historienspektakel vorbereitet. „Und wir hoffen, dass der Funke der Begeisterung auch auf das Publikum überspringt“, freut sich Vereinsvorsitzender Jörg Schilling auf die drei Vorstellungen.

Am Freitag und am Sonnabend geht es auf der Freilichtbühne um 20 Uhr los, am Sonntag bereits um 19 Uhr. LAGA-Dauerkarten oder die jeweiligen Tageskarten gelten als Eintrittskarten für das Spektakel.