Der Bildhauer hat das Schrecken in den Gesichtern eingefangen.
Der Bildhauer hat das Schrecken in den Gesichtern eingefangen. Claudia Marsal
Publikumsmagnet in Naugarten

XXL-Hexe mischt kleines Dorf auf

In Naugarten soll eine böse Greisin ihr Unwesen getrieben haben. Kinder mieden ihretwegen den Wald. Jetzt gibt es ein riesiges Denkmal für die alte Dame.
Nordwestuckermark

Eine böse Alte, die ahnungslosen Wanderern unvermittelt auf den Rücken springt und sie beißt – in jedem anderen Dorf hätte man vermutlich alles daran gesetzt, die Geschichte unter den Teppich zu kehren. Nicht so in Naugarten. Hier hat man der sagenhaften Hexe aus dem Gollmitzer Wald sogar ein Denkmal gesetzt. Anlässlich seines 775. Geburtstages gab der kleine Ort eine Holzskulptur in Auftrag, die den Namen „Mutter Mölkasch“ trägt.

Angsteinflößendes Wesen

So sollen die Menschen vor Jahrhunderten nämlich das angsteinflößende Wesen genannt haben. Und weil die meisten Leute ein Faible für düstere Geschichten und morbide Gestalten haben, ist die übermannshohe Büste in der Dorfmitte seitdem ein wahrer Publikumsmagnet.

Liebe zum Detail

Wohl kaum ein Besucher verlässt den idyllisch gelegenen Ort, ohne sich vor dem mit viel Liebe zum Detail erschaffenen Kunstwerk fotografieren zu lassen. Hexen haben offenbar ihren Reiz – auch 2018 noch. Die Naugartener jedenfalls freuen sich über die Berühmtheit, die sie dank „Mutter Mölkasch“ erlangt haben.

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