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Rankings helfen bei der Suche nach perfekter Uni

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Markus Scholz

Klein und fein oder groß und vielfältig: Die perfekte Uni sieht für jeden etwas anders aus. Sich für einen Studienort zu entscheiden, ist deshalb nicht leicht.

Die Entscheidung für ein Studienfach ist schwierig genug. Wenn sie gefallen ist, stellt sich für Schulabgänger gleich die nächste Frage: Welche Hochschule ist die richtige? Selbst wer in der Nähe der Eltern bleiben will, hat meist mehrere Unis zur Auswahl. Viele greifen als Entscheidungshilfe zu Hochschulrankings. Auf den ersten Blick bieten sie eine klare Orientierung: Die eine Uni ist top, die andere dagegen ein Flop. Auf den zweiten Blick wird aber schnell alles deutlich komplizierter.

Zu viele Listen überfordern

Allein für Deutschland gibt es fast ein Dutzend Rankings – viele große Zeitschriften bieten ein eigenes an. Dazu kommen zahllose internationale Bestenlisten. Dabei achten die Macher auf ganz unterschiedliche Kriterien: Für die einen ist die Zahl der Nobelpreisforscher entscheidend, die eine Universität hervorbringt. Die nächsten fragen nach der Sicht der Personaler auf eine Hochschule.

Ein sehr detailliertes Ranking für den deutschen Raum stellt zum Beispiel das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Hannover zusammen. Zuletzt wurde es im Mai 2013 veröffentlicht. Es vergleicht rund 300 Hochschulen in mehr als 30 Fächern von Anglistik bis Zahnmedizin, erläutert Frank Ziegele vom CHE. Jedes Fach wird unter bis zu 30 Aspekten beleuchtet – von der durchschnittlichen Studiendauer bis zur Zahl der Erfindungen, die in einem Studiengang gemacht werden.

Zweifel statt Klarheit

Die Hochschulen bekommen für jedes Fach und für jeden Indikator einen Platz in einer Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe. Doch es ist nicht umstritten: Die Universitäten Hamburg, Köln und Leipzig sind inzwischen vollständig aus dem Ranking ausgestiegen. Eine Bestenliste der ganz anderen Art macht die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“. Während das CHE die Unis miteinander vergleicht, lässt die „Wirtschaftswoche“ Personaler die Qualität der Hochschulen beurteilen.

Doch auch hier gibt es Kritik: Viele zweifeln daran, ob Personaler wirklich die Qualität der Lehre beurteilen können. Aber egal, wie viele Rankings Hochschüler sich anschauen: Letztendlich sollte sich niemand nur anhand einer Platzierung in einer Bestenliste orientieren, warnt Torsten Bultmann, politischer Geschäftsführer des Bundes demokratischer Wissenschaftler.