Zu gefährlich für Babys
3D-Ultraschall für Ungeborene wird verboten

Auf Ultraschallbildern ungeborener Kinder lässt sich so einiges erkennen. Unnötige 3D-Aufnahmen werden jetzt aber verboten (Symbolbild).
Auf Ultraschallbildern ungeborener Kinder lässt sich so einiges erkennen. Unnötige 3D-Aufnahmen werden jetzt aber verboten (Symbolbild).

Fast alle werdenden Eltern freuen sich auf die ersten 3D-Bilder ihres ungeborenen Kindes. Wegen einer neuen Strahlenschutzverordnung ist jedoch bald Schluss mit unnötigen Ultraschall-Aufnahmen.

Das Gesicht des eigenen Kindes sehen, bevor es geboren wird – ein unvergesslicher Augenblick. Hält man die faszinierenden Aufnahmen aus dem Bauch der werdenden Mama endlich in den Händen, werden sie meist stolz in der Verwandtschaft herumgezeigt, Ähnlichkeiten und prägnante Züge gesucht – ein Riesenspaß. Sogar spezielle Ultraschall-Studios allein zu diesem Zweck gibt es, Bilder und kurze Videos kosten um die 100 Euro.

Doch mit dieser Art der Vorfreude soll schon bald Schluss sein. Anfang des Jahres ist eine neue Strahlenschutzverordnung in Kraft getreten, die dem beliebten 3D-Ultraschall einen Riegel vorschiebt. Heißt konkret: Baby-TV nur zum Spaß ist ab 2021 verboten.

Nur noch gesetzliche Schwangerschaftsvorsorge

Nur Ultraschall-Aufnahmen, die der Arzt für notwendig hält und jene, die zur gesetzlichen Schwangerschaftsvorsorge gehören sind weiter erlaubt – alles, was darüber hinaus geht, nicht mehr. Darauf hat der Berufsverband der Frauenärzte im Vorfeld seine Jahreskongresses im März in Düssseldorf jetzt ausdrücklich hingewiesen.

Das Verbot – eine Verordnung der Bundesregierung – umfasse alle Arten von Babykino und -fotos während der Schwangerschaft, die über die medizinische Notwendigkeit hinausgehen. Die Verordnung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) war im Dezember 2018 verkündet worden. In der neuen Strahlenschutzverordnung heißt es in Paragraf zehn, dass ein Fötus bei der Anwendung von Ultraschallgeräten zu nicht-medizinischen Zwecken nicht exponiert, also Strahlen ausgesetzt werden darf.

Gefährlich für das Baby?

Und warum wird das Baby-Fernsehen genau verboten? Bislang gingen die meisten Eltern doch davon aus, dass Ultraschall absolut ungefährlich ist. Ganz so harmlos ist es wohl doch nicht. Aufnahmen mit einer höheren Auflösung könnten die Gesundheit des Ungeborenen gefährden, so das BMU. Neu sind die Bedenken nicht: Bereits vor einigen Jahren deuteten Studien an, dass die Hochfrequenz-Schallwellen und die Hitze der Ultraschallgeräte ein Risiko für Ungeborene darstellen könnten.