FRüHLINGSSONNE BESONDERS GEFäHRLICH

9 von 10 Kindern der Sonne schutzlos ausgeliefert

Viele von uns nutzten das Kaiserwetter zu Ostern, um zum ersten Mal in der Saison kräftig Sonne zu tanken. Wie stark und schädlich UV-Strahlen im Frühjahr sind, wird oft unterschätzt. Für 90 Prozent der Kinder ist Sonnenschein momentan alles andere als ungefährlich.
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Laut Experten ist die Sonne im Frühling am gefährlichsten. Doch 9 von 10 Eltern schützen ihre Kinder nur ungenügend vor den UV-Strahlen.
Laut Experten ist die Sonne im Frühling am gefährlichsten. Doch 9 von 10 Eltern schützen ihre Kinder nur ungenügend vor den UV-Strahlen. Christin Klose
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Neubrandenburg.

Bei aller Freude über das derzeit frühsommerliche Wetter sollte man zwei Dinge klar auf dem Sonnen-Schirm haben: Bereits jetzt kann unsere Sonne heftig knallen – selbst bei noch relativ frischen Temperaturen. Zudem ist unsere Haut nach dem Winter nicht mehr an die UV-Strahlung gewöhnt und damit anfälliger für einen Sonnenbrand. Experten von der Bildungsplattform Kinderzeit.org halten das Frühjahr sogar für die gefährlichste Zeit für derartige Hautverletzungen, da auch die Ozonschicht jetzt angeblich dünner ist als im Sommer, und die UV-Strahlen weniger gefiltert auf die Erde gelangen als später im Jahr.

Frühlingssonne nicht auf die leichte Schulter nehmen

Diese akute „Brand-Gefahr” ist offenbar wenig bekannt. Wie eine aktuelle Umfrage von Kinderzeit.org ergeben hat, vergessen 90,6 Prozent aller Eltern im Frühjahr, ihre Kinder richtig vor der Sonne zu schützen. An der Umfrage nahmen rund 3200 Eltern teil. Ganze 80 Prozent überschätzen außerdem die Dauer, die ein Kind ungeschützt in der Sonne verbringen kann, um ein Vielfaches. Wie lange sich Kinder zur Zeit draußen aufhalten sollten, darüber klärt ein interaktives Tool auf der Bildungsplattform auf. Experten warnen davor, das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen, weil Sonnenbrände unter anderem das Hautkrebsrisiko erhöhen.

UV-Index für den Nordosten liegt bereits auf Stufe 5

Sonnenschutz ist also auch im Frühling wichtig. Ab wann bereits Sonnencreme oder Hut notwendig sind, hängt von der Intensität der UV-Strahlung ab. Auf der Webseite des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) kann jeder selbst nachschauen, wie die Werte für die Region Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg aktuell und in den kommenden Tagen aussehen. Der sogenannte UV-Index benennt auf einer Skala von 1 bis 11+ die Stärke der Strahlung. Aktuell liegt der Wert im Nordosten bei 5. Bereits ab 3 und bis 7 empfehlen Experten Sonnenschutz-Creme, Brille und Kopfbedeckung. Darüber hinaus sollten man sich bei diesen Werten nicht länger als nötig in der prallen Mittagssonne aufhalten. Ab Stufe 8 ist Sonnenschutz unabdingbar. Auf dem Wasser und am Strand ist die Strahlenbelastung oft besonders hoch.

So schützen Sie sich und Ihre Kinder richtig

Die Temperaturen sind mitunter zwar noch niedrig, trotzdem sollten insbesondere Kinder an sonnigen Frühlingstagen eine Sonnenbrille tragen. Denn die Sonne steht niedriger als im Sommer und strahlt stärker ins Gesicht. Getönte Brillengläser schützen die Kinderaugen am besten vor Blendung durch die Sonne. Normalerweise sind mäßig dunkle Gläser der Kategorie 2 ausreichend. Wollen Eltern mit ihrem Nachwuchs in die Berge oder an den Strand, wählen sie am besten dunklere Gläser der Blendschutzkategorie 3.

Bei direkter Sonneneinstrahlung empfehlen Experten eine Kopfbedeckung. Die Mittagsstunden sollte man besser drinnen verbringen. Auch wenn noch kein Sommer ist, macht es Sinn, einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden, der mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbaden aufgetragen wird. Empfohlen wird Sonnenschutzfaktor 15, für Kinder und empfindliche Menschen der Faktor 50+.

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