STUDIE

Beim Essen wird das Smartphone zum "Fettphone"

Eine neue Studie zeigt: Wer beim Essen das Smartphone nutzt, nimmt deutlich mehr Kalorien zu sich, als ohne Ablenkung. Auf Dauer kann sich das aufs Gewicht auswirken.
Eine Studie belegt: Mit dem Smartphone daddeln und gleichzeitig essen, erhöht das Risiko, dick zu werden.
Eine Studie belegt: Mit dem Smartphone daddeln und gleichzeitig essen, erhöht das Risiko, dick zu werden.
Neubrandenburg ·

Wer kennt das nicht: Schnell etwas essen und dabei ein paar Minuten im Netz stöbern. Besonders, wenn man allein isst, scheint das gut zusammen zu passen.

Wohin dies aber auf Dauer figurtechnisch führen kann, haben jetzt Forscher der brasilianischen „Federal University of Lavras” mit einer neuen Studie nachgewiesen. Kurz gesagt: Wer beim Essen abgelenkt wird, isst mehr!

Mehr Kalorien pro Mahlzeit

Die Forscher luden 62 Probanden ein, sich über vier Tage von einem reichhaltigen Büffet aus herzhaften und süßen Snacks nach Belieben zu bedienen. Die Teilnehmer aßen unter drei verschiedenen Bedingungen: Ohne jede Ablenkung, mit Ablenkung durch Smartphone und mit Ablenkung durch das Lesen eines gedrucktes Textes.

Am Ende jeder Mahlzeit wurde die aufgenommene Kalorien-Menge der Teilnehmers festgehalten. Die Ergebnisse waren eindeutig. Pro Mahlzeit mit Ablenkung – egal ob durchs Smartphone oder durchs Lesen – wurden durchschnittlich 15 Prozent mehr Kalorien verputzt als ohne.

Bei drei Mahlzeiten am Tag kommen da eine Menge Extra-Kalorien zusammen, die, um nicht zuzunehmen, durch Bewegung oder Verzicht an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden müssten.

Smartphone macht auch unglücklich

Dass ein Smartphone weder bei einer Single-Mahlzeit noch beim Essen mit Freunden auf dem Tisch etwas zu suchen hat, unterstreicht eine weitere Studie aus dem Jahr 2018. Hier zeigten die Forscher der University of British Columbia (Kanada), dass es nicht nur unhöflich ist, während eines Restaurantbesuchs ständig das Handy zu zücken, es mache sogar unglücklich.

Grund: Das Smartphone im Beisein von Freunden oder dem Liebsten sorge dafür, dass die gemeinsame Essens-Erfahrung anschließend als weniger erfüllend wahrgenommen wurde. Zudem kam bei den 306 Probanden immer wieder der Erzählfluss ins Stocken, was bei der Mehrheit der Studienteilnehmer als störend empfunden wurde.

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