BÖSES ERWACHEN IM URLAUB

Betrüger vermieten nicht existierende Ferienwohnungen und Boote

Die Polizei warnt erneut vor Kriminellen, die im Internet Ferienwohnungen oder Boote vermieten, die es gar nicht gibt. Und sie gibt Tipps, wie man sich schützen kann.
Nicht jede Ferienwohnung, die in Online-Portalen angepriesen wird, existiert wirklich.
Nicht jede Ferienwohnung, die in Online-Portalen angepriesen wird, existiert wirklich. Jens Büttner
Neubrandenburg ·

Vor gefälschten Buchungsportalen warnt die Polizeiinspektion Neubrandenburg. „Die Haupturlaubszeit ist in vollem Gange. Durch die unterschiedlichen Bestimmungen im Ausland und das neue Preisniveau bleiben so einige im Sommer 2021 im eigenen Bundesland oder zumindest in der Nähe – und buchen vorab online. Doch die Urlaubsfreude kann schnell getrübt werden, wenn die Ferienwohnung oder das Boot so wie dargestellt nicht existiert”, sagt Polizeisprecherin Claudia Tupeit.

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Fake-Buchungsportale würden Kriminellen regelmäßig finanzielle Erfolge bescheren, seien für Sicherheitsbehörden nicht mal eben abschaltbar und würden Buchenden die Freude über den langersehnten Urlaub vermiesen.

Folgende Punkte sollten überprüft werden

„Eine hundertprozentig Garantie, nicht auf einen Fake-Shop oder ein Fake-Portal hereinzufallen, gibt es nicht. Aber es gibt Anhaltspunkte, an denen sich die Nutzer von Online-Portalen orientieren sollten. Denn etwas mehr Zeit bei der Vorabrecherche investieren, kann vor Betrug bewahren”, rät die Polizei.

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So solle man über www.registerportal.de prüfen, ob die Firma überhaupt eingetragen ist. Hierfür solle man nach Firmenname und HRB-Nummer Ausschau halten.

Über www.archiv.org solle man nachschauen, wie lange die Internetseite bereits existiert. Außerdem solle man in Bewertungsportalen suchen, ob es ältere Einträge über das jeweilige Unternehmen gibt.Auch bei den örtlichen Tourist-Informationen könne man erfragen, ob der Anbieter seriös ist. Spätestens dann, wenn mit auffällig billigen Angeboten gelockt wird, solle man misstrauisch werden.

Nur auf deutsche Konten überweisen

Geld solle man ausschließlich auf deutsche Konten mit deutscher IBAN überweisen. Diese sei an den Buchstaben DE zu erkennen. Außerdem solle man überprüfen, zu welcher Bank die angegebene BIC gehört. Zusätzlich solle man die Kontonummer googlen und schauen, ob es dazu Warnhinweise gibt.

Nicht zuletzt sei darauf zu achten, ob die Angebote in korrektem Deutsch formuliert sind. Das Impressum sei ebenfalls zu checken. So solle man testen, ob die angegebene Telefonnummer funktioniert und was sich hinter der Adresse verbirgt. Es lohne sich ebenfalls, angegebene Geschäftsführer im Internet zu suchen. In der Regel würden von echten Vorstandsleuten Bilder oder Hinweise auf weitere Projekte existieren.Neben Fake-Buchungsportalen gibt es für Verbraucher auch immer wieder Probleme mit Fake-Onlineshops jeglicher Art. Was dabei beachtet werden sollte, ist hier zu finden.

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