TEURES TANKEN

Bundesweites Spritchaos – daran liegt es

Autofahrer ärgern sich momentan über hohe Spritkosten. Dabei sind die Preise für E10 fast so hoch wie für Super. Das sind die Gründe für die Preisspitzen.
Bundesweit herrscht Frust bei den Autofahrern. Hohe Spritkosten leeren ihre Brieftaschen.
Bundesweit herrscht Frust bei den Autofahrern. Hohe Spritkosten leeren ihre Brieftaschen. Christophe Gateau
Berlin.

Der Sprit wird bundesweit teurer, täglich überraschen starke Preisschwankungen die Autofahrer, und E10 ist fast so teuer wie Super (E5). Momentan scheinen die Spritpreise verrückt zu spielen. Gründe dafür sind laut einem Experten unter anderem die Konflikte im Iran.

Besonders auffällig dabei laut dem Internetportal „Benzinampel” sind dabei die fast preisliche Angleichung der E10- und E5-Preise. So läge der bundesweite Durchschnitt am Sonntag bei 1,420 Euro für Super und 1,402 Euro für E10 je Liter. In Mecklenburg-Vorpommern waren die Preise am Montag 1,401 Euro und 1,395 Euro, in Brandenburg waren sie mit 1,421 Euro und 1,415 Euro sogar am höchsten in ganz Deutschland.

ADAC sieht Spannungen in Nah-Ost als Grund

Christian Hieff, Hansa-Pressesprecher vom ADAC, sieht mehrere Gründe für das aktuelle Sprit-Chaos. „Besonders die Spannungen im Nahen Osten sind ein großer Faktor dafür.” Die Meldungen über einen US-Luftangriff und dem daraus resultierenden Tod des ranghohen iranischen Generals Qasem Soleimani haben in kurzer Zeit zu starken Steigerungen der Rohölpreise an den internationalen Finanzmärkten geführt.

Hieff betont, dass der Iran und das Öl aus dem Iran eigentlich keine große Rolle spiele für Deutschland und Europa. „Das liegt an den Sanktionen gegen den Iran, die ja schon seit Monaten greifen.” Dennoch sind die Spekulationen, wie es Nahen Osten weitergehe, maßgebend bei den Rohöl-Preisen. „Außerdem steigen die Öl-Preise erfahrungsgemäß im Winter, da dann mehr Heizöl verbraucht wird.”

Mineralölwirtschaftsverband e.V. spricht von regionalem Wettbewerb

Laut Christian Hieff werden die Spritpreise allerdings nicht dauerhaft so hoch sein. „Wir gehen davon aus, dass sie wieder sinken werden, solange im und mit dem Iran keine stärkeren Konflikte ausbrechen werden.”

Alexander von Gersdorff, Pressesprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes sieht hingegen keine geopolitische Ereignisse als Grund für die schwankenden Benzinpreise. „Aktuell jedenfalls nicht”, so Gersdorff. Er benennt eher den lebendigen und regional hart umkämpften Tankstellenmarkt als Hauptgrund für die starken Schwankungen.

 

 

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Kommentare (2)

... in China ein Sack Reis umfällt, steigen bei uns die Bezinpreise. Normalerweise spielt das bei uns eigentlich keine Rolle aber man muss Beobachten wie es mit dem Sack Reis weiter geht.
Jede noch so erdachte Begründung reicht um den Preis nach oben zu schieben.

Preise sind nicht teuer. Genauso wenig wie Temperaturen kalt oder warm sind :). Sie sind hoch oder niedrig. Bitte einmal berichtigen. [Vielen Dank für den Hinweis. Wurde korrigiert. Die Red.]