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Corona-Impfung – Was tun, wenn der Impfausweis weg ist?

Das Tempo bei den Corona-Impfungen zieht an. Gespritzt werden nun auch jüngere, gesunde Menschen. Doch in vielen Fällen gibt es ein formales Problem: Der Impfpass ist verschwunden.
In vielen Haushalten hat die Suche nach dem Impfpass begonnen. Wenn der weg ist, kann es kompliziert werden.
In vielen Haushalten hat die Suche nach dem Impfpass begonnen. Wenn der weg ist, kann es kompliziert werden. Sophia Kembowski
Neubrandenburg ·

Trotz aller Impf- und Werbekampagnen der vergangenen Jahre: Für viele Bürger, die jetzt auf einen schnellen Schutz vor Corona hoffen, beginnt in diesen Tagen die Suche nach dem eigenen Impfausweis. „Alte und Kranke zuerst” – diese Regel gilt für die Corona-Impfung in mehreren Bundesländern nicht mehr. Neben MV haben auch Sachsen und Bayern angekündigt, die bundesweiten Prioritäten zu lockern. Auch im Kanzleramt wird rhetorisch schon an den Regelungen gerüttelt. Wer bereit ist, sich mit Astrazeneca impfen zu lassen, kann auf einen schnellen Termin hoffen – unabhängig von Alter und Vorerkrankungen.

In Torgelow und Heringsdorf sind für das Wochenende bereits große Aktionstage geplant, bei denen ohne Voranmeldungen rund 1600 Dosen Astrazeneca vergeben werden sollen. In der Ankündigung heißt es explizit, der Impfausweis sei mitzubringen. Weil das (meist) gelbe Büchlein aber oft jahrelang nicht gebraucht wird, beginnt in manchen Haushalten nun die Suche danach.

Neuer Pass – Der Hausarzt kann helfen

Wer den Impfausweis verloren hat, kann über seinen Hausarzt ein neues Exemplar erhalten. Allerdings können nur Impfungen nachgetragen werden, die durch den jeweiligen Arzt dokumentiert wurden. Wenn nicht mehr nachvollziehbar ist, gegen welche Erkrankungen man geschützt ist, können die üblichen Impfungen einfach wiederholt werden. Mögliche Unverträglichkeiten sollten aber mit einem Arzt besprochen werden. Im Normalfall sei das aber unbedenklich, heißt es von den zuständigen Behörden. Ohnehin müssen viele Schutzimpfungen in bestimmten Zeitabständen aufgefrischt werden, um wirksam zu bleiben.

Einen neuen Impfausweis besorgen – das kann dauern. Erst recht bei Menschen, die keinen festen Hausarzt haben. Eine Impfung ist allerdings auch ohne das Dokument möglich, heißt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. In solchen Fällen erhalte man vor Ort eine Ersatzbescheinigung. Die Corona-Impfung können dann später nachgetragen werden.

Astrazeneca für Jüngere: Beratung ist Pflicht

Der Impfstoff Astrazeneca war vor einigen Wochen in die Kritik geraten, weil er im Verdacht steht, in sehr seltenen Fällen lebensbedrohliche Blutgerinsel auszulösen. Bei Menschen unter 60 ist deshalb ein Beratungsgespräch mit einem Arzt – zum Beispiel im Impfzentrum – vorgeschrieben.

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