INFEKTIONS-NACHVERFOLGUNG

Corona-Warn-App startet am Dienstag

In wenigen Tagen sollen die Bundesbürger ihr Handy einsetzen können, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Letzte Tests seien gut verlaufen, hieß es.
dpa
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag freigeschaltet.
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag freigeschaltet. Stefan Jaitner
Berlin.

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag in Berlin. Letzte Tests seien gut verlaufen, hieß es.

Mehr lesen: Neue Corona-App wird in MV getestet

Mit der App sollen die Corona-Infektionsketten besser erkannt werden. Sie soll dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark zunimmt.

 

Nach weiteren Informationen soll die App von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Innenminister Horst Seehofer (CSU), Vertretern der an der Entwicklung beteiligten Unternehmen T-Systems und SAP sowie Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vorgestellt werden.

App-Nutzung ist freiwillig

Besitzer eines geeigneten Smartphones können freiwillig entscheiden, ob sie die Warn-App installieren wollen oder nicht. Die App kann auch nachträglich wieder deaktiviert oder deinstalliert werden.

Die App misst über den Kurzstreckenfunk Bluetooth, ob sich Anwender der App über einen Zeitraum von 15 Minuten oder länger näher als ungefähr zwei Meter gekommen sind. Dabei werden stoßweise alle zweieinhalb bis fünf Minuten anonymisierte Identifikationsnummern übertragen. Der Ort der Begegnung wird dabei nicht erfasst. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und diese Information in der App geteilt, werden die anderen Anwender informiert, dass sie sich in der Vergangenheit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

Bei der App wurde ein mehrstufiges Datenschutzkonzept umgesetzt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber lobte es als «datenschutzfreundliche Lösung». Grüne und Linke hatte darüber hinaus eine eigene gesetzliche Grundlage für die App gefordert, um Diskriminierungen bei Alltagsgeschäften für Menschen zu verhindern, die die App nicht einsetzen wollen.

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Kommentare (11)

Die soll sich mal aufs Handy laden, wer will, ich nicht!
Datenschutz? Wer’s glaubt . Totale Überwachung.

Ach und bei FB und Whatsapp & Co. ist dies nicht der Fall? Sie hinterlassen überall ihre Standortdaten. Nur das sie es ebend bei dem Ami´s machen und nicht bei den Deutschen. Klever mitgedacht.

Aber eigentlich frage ich mich, woher Sie wissen, was HIHRKE so alles mit seinem PC oder Smartphone macht. Sie werden ihn doch wohl nicht überwachen?

Kann ich sie beruhigen, FB ,Wathsapp und Co kommt bei mir nicht vor!
Lediglich E-Mail.

Nur zur Info: Die Standortdaten von Handys werden immer erfasst, weil sich das Handy in die jeweilige Funkzelle einloggt. Sonst funktioniert es nicht mit dem Telefonieren! Also lieber Brieftauben.

Na und, ich bin ein ehrbarer Bürger dieses Landes und habe nix zu verbergen!
Und bei ihnen? Das fängt schon mit dem anonymen Namen in der Kommentarsfunktion an !

Hier im Osten wird das bestimmt ein doller Erfolg.
Bei den paar Handybesitzern und den vielen
Funklöchern ergibt das "zuverlässige" Ergebnisse.
Ps. Wo bleiben die "günstigen" (4,50 € das Stück),
Herr Spahn ?.

Da interessieren Funklöcher nicht.

für alle Nörgler : fehlt Masken

...in den letzten Tagen in der Nähe eines Menschen. Gute App.

ist doch in Ordnung. Oder meinen Sie, ich möchte plötzlich irgendeinen durchgeknallten Rechten mit einer Kalaschnikow im Garten haben?!