Nicht selten ist die Verlockung groß, beim Blick in die Knopfaugen von Baby-Robben, die kleinen Meeressäuger zu str
Nicht selten ist die Verlockung groß, beim Blick in die Knopfaugen von Baby-Robben, die kleinen Meeressäuger zu streicheln. Oliver Willikonsky
Flauschfalle

Darum ist Robben streicheln gefährlich

Immer mehr Robben werden an den Stränden der Ostsee gesichtet. Doch Vorsicht: Die Meeressäuger zu berühren birgt gesundheitliche Gefahren.
Stralsund

„Oh, wie süß. Ach, ist die niedlich”, heißt es oft, wenn Badegäste am Ostseestrand in Mecklenburg-Vorpommern ein Robbenbaby entdecken. Nicht selten ist die Verlockung groß, beim Blick in deren Knopfaugen, die kleinen Meeressäuger zu streicheln. Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund zufolge ist davon aber dringend abzuraten. Denn der Biss einer Robbe könne „hochgradig entzündliche Wunden” verursachen, so die Fachleute.

Auch tote Robben zu berühren ist gefährlich

Um eine solche Wunde zu versorgen, sei eine spezielle Behandlung nötig, da bei einem Robbenbiss „handelsübliche Antibiotika nicht wirksam sind”, heißt aus dem Stralsunder Meeresmuseum weiter. Auch eine tote Robbe sollte demnach niemals berührt werden, da die Kadaver „potenziell infektiöse Keime übertragen”. Hundehaltern wird deshalb auch geraten, beim Fund einer toten Robbe die Hunde anzuleinen.

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Damit Meeresforscher mehr Erkenntnisse über Robben gewinnen können, bittet das Deutsche Meeresmuseum sowohl die Sichtung von lebenden als auch toten Tieren zu melden. Informationen zur Sichtung von verletzten Robben am Strand werden im Stralsunder Meeresmuseum unter der Telefonnummer 0 173/9688267 entgegengenommen. Wer tote Tiere entdeckt, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 3831/26503333 zu melden.

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