Alkohol und die Folgen

Der Kater am Morgen danach

Herrentag, Pfingsten oder einfach nur Grillparty. Da wird das eine oder andere Bier getrunken und auch mal ein bisschen mehr. Was man dabei wissen sollte.
dpa
Ein Bierchen zu viel getrunken? Die Strafe folgt am nächsten Morgen, wenn der Kater wartet.
Ein Bierchen zu viel getrunken? Die Strafe folgt am nächsten Morgen, wenn der Kater wartet. Florian Schuh
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Neubrandenburg.

„Bier auf Wein, das lass' sein. Wein auf Bier, das rat' ich dir.” Bringt Opas alte Weisheit wirklich etwas? Forscher der Universität Witten/Herdecke haben den prominenten Rat zur Katervermeidung mit einem feuchtfröhlichen Experiment als Mythos entlarvt. Ihre Erkenntnis: Für den Kater spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge man Bier und Wein in sich hineingeschüttet hat. Die Teilnehmer der Studie tranken an zwei verschiedenen Abenden zunächst nur Wein oder Bier und wechselten bei 0,5 Promille Alkohol im Blut auf das jeweils andere Getränk. Für den Morgen danach machte das keinen Unterschied.

Kater bekommen nicht nur Weicheier

Wer dann doch ein Glas zu viel – egal von welcher Alkoholsorte – getrunken hat, muss kein Weichei sein. Nach einer durchzechten Nacht mit Kater aufzuwachen, ist kein Zeichen von Schwäche. Das ist das Fazit einer Befragung niederländischer Studenten, die Wissenschaftler der Universität Utrecht durchgeführt haben. Es gab keine Unterschiede beim Wohlbefinden oder der sonstigen Widerstandsfähigkeit zwischen denen, die anfällig für Kater sind, und denen, die weniger unter den Folgen des Trinkens leiden.

Mineralstoffe, Bewegung und viel Flüssigkeit

Und die alles entscheidende Frage: Was hilft gegen den Kater? Für den Morgen nach dem feucht-fröhlichen Fest empfehlen Experten ein mineralstoffhaltiges Frühstück – zum Beispiel mit sauren Gurken, Matjes, Gemüsebrühe oder einem Gemüseeintopf. Das enthaltene Salz hilft, den Mineralhaushalt in Ordnung zu bringen. Ganz wichtig außerdem: Viel Flüssigkeit trinken, und anschließend Bewegung an der frischen Luft.

Und gleich wieder mit einem Gläschen am Morgen anfangen? Ein Bier gegen den Kater kann die Beschwerden zwar tatsächlich kurzfristig lindern, zumindest bei manchen, sagen Experten. Der Kater verzögert sich damit aber nur – und verlängert sich im schlimmsten Fall sogar noch.

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