DIGITALRADIO

Digitalradio DAB+ bietet viele Vorteile

DAB+? Was war das noch gleich? Genau. Digitalradio, das parallel zum analogen UKW-Rundfunk verbreitet wird.
Rundfunk-Experte Manfred Schmitz
Rundfunk-Experte Manfred Schmitz Natasha-I. Heuse
Hamburg.

Ab Ende 2020 ist das Digitalradio immer mit drin. Wer dann einen Neuwagen oder ein stationäres Radiogerät mit Display kauft, muss nicht mehr genau darauf achten, ob ein Digitalradio (DAB+) integriert ist. Ab dem 21. Dezember 2020 gilt laut Telekommunikationsgesetz in beiden Bereichen eine Digitalradio-Pflicht.

Größeres Programmangebot

Auch wenn beide Radioarten terrestrisch über Sendemasten verbreitet werden: Beim Digitalradio können Hörer aus einem größeren Programmangebot als beim Analogradio (UKW) auswählen. Bereits jetzt steckt DAB+ in vielen Radios für daheim – und in vielen Autos.

Mehr als 260 lokale und überregionale Sender sind derzeit insgesamt in Deutschland über DAB+ empfangbar. Doch welche Vorteile bietet das Digitalradio noch? „DAB+ bietet klaren digitalen Sound, völlig rauschfrei und mit stabilem Klangbild“, sagt Carsten Zorger, Leiter des Digitalradio-Büros in Berlin. Zudem könnten Infos wie Wetterkarten, Programmübersichten oder Schlagzeilen mitgesendet werden. Jedes DAB+-Radio beherrscht auch noch UKW.

Adapter helfen weiter

Wer kein DAB+ im Auto oder zu Hause empfangen kann, muss nicht gleich ein neues Autoradio einbauen oder die ganze Anlage austauschen. Die meisten Geräte und Radios können per DAB+-Adapter problemlos nachgerüstet werden, sagt Manfred Schmitz, stellvertretender Leiter technische Information beim Bayerischen Rundfunk.

„Bereits sehr günstige Adapter sind bestens geeignet, um in die Welt des digitalen Radioempfangs einzusteigen. Die Umrüstung funktioniert schnell und einfach“, sagt Schmitz. Der Adapter wird entweder per Kabel ans Radio angeschlossen oder sendet drahtlos über einen kleinen UKW-Sender (FM-Transmitter). Dessen Funkwellen können UKW-Radios ganz normal empfangen – sowohl im Auto als auch daheim.

Kabel im Auto

Zumindest für den Nachrüstfall Auto gilt: Ein DAB+-Adapter ist ein Zusatzgerät im Cockpit und es müssen Kabel verlegt werden. „Beim Einbau im Auto sollten die Antennen-, Strom- und AUX-Leitungen so verlegt sein, dass sie im Lenkbereich nicht stören“, rät Schmitz. „Bei einigen Fahrzeugen stören die feinen Drähte der Frontscheibenheizung den DAB+-Empfang“, weiß Schmitz. „Eventuell muss die Antenne dann an einer anderen Stelle im Wageninneren montiert werden.“ Alternativ biete sich der Einsatz einer Magnetfußantenne an.

Wem die Installation zu aufwendig ist, kann auch einen Car-Hi-Fi-Spezialisten beauftragen, rät Zorger. Die beherrschten das Lösen von Blenden im Innenraum zur unsichtbaren Kabelverlegung und sorgten bei der Installation gleich für idealen Empfang. Eine Alternative zum Adapter ist der Austausch des gesamten Radios. Je nach Fahrzeugtyp kann das sinnvoll sein, sagt Lena Trautermann: „DAB+-Radios sind direkt mit der Fahrzeugelektronik verbunden, dementsprechend bleibt das Cockpit aufgeräumt und kabelfrei. Auch der Klang ist in der Regel besser.“

DAB+-Adapter mit FM-Transmitter lassen sich auch an der Anlage daheim betreiben. „In der Regel sind aber die speziellen Adapter für die Heimanlage besser geeignet, unter anderem deswegen, weil sie über eine Fernbedienung verfügen“, erklärt Manfred Schmitz. DAB+ nachzurüsten bietet nicht nur innerhalb Deutschlands Vorteile. Wer mit seinem Auto in anderen europäischen Ländern unterwegs ist, träfen auch dort inzwischen immer öfter auf DAB+-Sender.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Hamburg

Kommende Events in Hamburg (Anzeige)

zur Homepage