CORONA-MAßNAHMEN

Dürfen wir mit Kindern und Großeltern Advent feiern?

Novemberhilfen, Trauergäste oder familiäre Adventsfeier: Leser haben dem Nordkurier wieder Fragen zu den Regelungen rund um Corona gestellt.
Für die Adventszeit haben sich Bund und Länder auf strenge Regelungen für familiäre Feiern geeinigt. Noch
Für die Adventszeit haben sich Bund und Länder auf strenge Regelungen für familiäre Feiern geeinigt. Noch ist unklar, inwiefern jetzt die jeweiligen Bundesländer diese in ihre neuen Coronaverordnungen übernehmen werden. Andreas Arnold
Schwerin ·

Wir sind eine Familie mit zwei Kindern, die schon über 14 Jahre alt sind. Dürfen wir zusammen mit Oma und Opa eine Adventsfeier veranstalten?

Nach den Vereinbarungen zwischen den Bundesländern und dem Bund vom 25. November dürfen sich in der Adventszeit nur noch maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren sind davon ausgenommen.

In dem hier geschilderten Fall würde es sich um sechs Personen handeln, somit wäre eine solche vorweihnachtliche Feier nicht mehr erlaubt. Für das Weihnachtsfest selbst gilt: Maximal zehn Personen aus mehr als zwei Haushalten sind erlaubt, Kinder unter 14 bleiben von dieser Regelung unberücksichtigt.

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Wie viele Personen dürfen jetzt an einer Trauerfeier in MV teilnehmen?

Nach der noch bis zum 30. November geltenden Coronaverordnung ist bei Beisetzungen ein Teilnehmerkreis von bis zu 20 Personen erlaubt. Dafür ist eine Anwesenheitsliste zu führen. Erforderlich ist zudem ein Konzept zur Verringerung der Aerosolbelastungen in den jeweiligen Trauerhallen. Nicht auszuschließen ist, dass nach dem von Bund und Ländern erstellten und bis Weihnachten geltenden Konzept die Teilnehmerzahl auch für Beisetzungen in den Bundesländern weiter reduziert wird.

 

Mein Mann und ich, wir möchten gern am dritten Advent zu unserer Tochter nach Sachsen-Anhalt fahren. Ist das erlaubt?

Grundsätzlich ist das nicht verboten. Nach der Vereinbarung von Bund und Ländern vom 25. November sind familiäre Feiern bis zum 20. Dezember aber nur noch mit maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten erlaubt. Es bleibt aber abzuwarten, inwiefern die Bundesländer diese Regelung in ihre jeweiligen Corona-Verordnungen übernehmen werden.

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Ende Oktober war die Rede von einer sogenannten Novemberhilfe für Betriebe, die coronabedingt wieder schließen mussten. Wie komme ich als Unternehmer denn nun an die Zuschüsse?

Es hat lange gedauert, aber inzwischen hat der Bund eine IT-Plattform freigeschaltet. Unter der Website www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können jetzt Anträge voll elektronisch gestellt werden.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von temporären Schließungen betroffen sind. Sie können einmalig 75 Prozent ihres Vergleichsumsatzes 2019 erhalten.

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Geholfen wird auch Unternehmen, die zwar nicht direkt von einer Schließungsanordnung betroffen sind, aber nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen. Das trifft zum Beispiel auf eine Wäscherei zu, die vorwiegend für Hotels arbeitet, oder auf einen Caterer, der über eine Veranstaltungsagentur eine Messe beliefert.

Wer nicht antragsberechtigt ist, aber dennoch hohe Umsatzeinbußen hat, kann vom Bund im Rahmen der Überbrückungshilfe II eine Erstattung seiner Fixkosten von bis zu 90 Prozent erhalten und in Ergänzung dazu vom Land MV eine Personalkostenerstattung sowie eine Erstattung von Tilgungen und Leasingraten.

 

Schicken Sie Ihre Frage an: [email protected] Betreff: „Frage zu Corona“

 

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