Nageldesign
Experten warnen vor Krebsgefahr durch künstliche Nägel

Perfekt gestylte Fingernägel in poppigem Frühlingsdesign. Wunderschön, laut Hautärzten aber nicht ganz ungefährlich.
Perfekt gestylte Fingernägel in poppigem Frühlingsdesign. Wunderschön, laut Hautärzten aber nicht ganz ungefährlich.
Ralf Hirschberger

Perfekte Fingernägel, die mit Gel oder UV-Lack alle paar Wochen in Bestform gebracht werden, sind für viele Frauen Standard. Jetzt warnen Hautärzte vor dauerhaftem Nageldesign.

Winzige Regenbögen und Mandalas, verschnörkelte Buchstaben, Strass-Steinchen und ein fast unerschöpfliches Farbspektrum von superknallig bis hauchzart pastellig: Viele Frauen lieben es, sich im Nagelstudio individuelle Kunstwerke auf ihre Fingernägel zaubern zu lassen.

UV-Licht macht das Nagel-Design gefährlich

Die beliebtesten Maniküren sind Gel- und Shellac-Nägel. Ihnen gemein ist eine makellose Erscheinung von mindestens zwei Wochen. Bei beiden Methoden werden mehrere Schichten aufgetragen und während der Maniküre immer wieder mit UV-Licht ausgehärtet – und genau das ist Experten zufolge das Problem.

Die Kosmetikbehandlung steht unter Verdacht, Hautkrebs zu verursachen. Grund sind die ultravioletten Strahlen, denen die Nägel beim Anbringen über Minuten hinweg ausgesetzt sind. Im Fachblatt „Journal of the American Medical Association of Dermatology” werden verschiedene Fallbeispiele angeführt, die die Erkenntnisse belegen.

Überraschender Zusammenhang bei Nageldesign

Generell ist die Krebsgefahr durch UV-Strahlung nicht neu, im Zusammenhang mit Nageldesign jedoch überraschend. Um ihr entgegenzuwirken, raten viele Mediziner dazu, die Nägel zumindest mit UV-Schutz auf die Prozedur vorzubereiten. Oder, besser: zum natürlichem Look zurückzukehren.

Bei Shellac handelt es sich um eine Mischung aus Nagellack und einem speziellen Gel, welches in mehreren, hauchdünnen Schichten aufgetragen und mit einer UV-Lampe fixiert wird. Nur mit einer speziellen, acetonhaltigen Tinktur lässt sich der Lack dann wieder lösen, andernfalls hält er bis zu drei Wochen.

Gel-Nägel: Ideale Brutstelle für Keime

Klassische Gelnägel funktionieren ähnlich. Allerdings wird hier der natürliche Nagel vorher etwas abgefeilt. Fans der Methode hören immer wieder, dass Gelnägel „nicht atmen” und dadurch brüchig werden können. Es sollen aber noch schlimmere Folgen drohen.

Wegen des Risikos von Nagelbettentzündungen und Nagelpilz raten Dermatologen auch von Gelnägeln ab. Die Nagelhaut könne nicht sauber gehalten werden und die sehr dicke Gel-Schicht stelle eine ideale Brutstelle für Keime da.

Tumor bleibt oft lange unentdeckt

Noch schwerer aber wiegt das Hautkrebsrisiko durch die UV-Strahlen im Zusammenhang mit beiden Methoden. Besonders tückisch: Gerade bei Frauen, die dauerhaft Gelnägel tragen, könnte ein etwaiger Tumor schlimmstenfalls über Jahre hinweg unentdeckt bleiben, warnen Dermatologen. Vorbeugend hilft eigentlich nur Eines: Der Abschied vom gestylten Nägeln – und zurück zur Natur.

Frauen, die auf Nagelkunst nicht verzichten möchten, sollten mindestens ein Mal pro Jahr zur Nagel-Kontrolle zum Hautarzt gehen.

Kommentare (2)

Für mich kommt Nagel-Design gar nicht in Frage und mir ist unverständlich, wie man mit solchen Nägeln überhaupt arbeiten und zupacken kann. Gepflegte natürliche Fngernägel, ab und zu mit einem dezenten, ausnahmsweise auch einem knalligen Nagellack, reichen völlig aus. Alles andere ist zeitaufwendig und teuer dazu.

Es gibt einen Artikel zu diesem Thema in der Zeitschrift der American Medical Association of Dermatology, der unter dem Titel "Hochintensive Exposition weitere Forschung zum Hautkrebsrisiko" rechtfertigt. Der Artikel macht keine anderen Schlussfolgerungen und kann durch den Titel verstanden werden, es wurde kein eindeutiges Hautkrebsrisiko gefunden. Und wie könnten sie sein? Wie stellen Sie sicher, dass ein Krebs an der Hand verursacht wurde, wenn alle drei Wochen in einem Nagelstudio eine UV-Lampe 12 Minuten lang einer UV-Lampe ausgesetzt wurde, und nicht bei hellem Sonnenlicht? Bei der Überprüfung von Clickbait-Artikeln ist gesunder Menschenverstand erforderlich. Gel-Kunstnägel sind seit mehr als 30 Jahren erhältlich. In dieser Zeit gab es weltweit Milliarden von Dienstleistungen. Wo ist der Beweis, dass dies Schaden verursacht hat? Im Juli 2017 veröffentlichte die FDA in den USA eine Erklärung, in der teilweise festgehalten wird, dass die FDA Nagelhärtelampen als geringes Risiko betrachtet, wenn sie gemäß den Anweisungen des Labels verwendet werden. Beispielsweise hat eine 2013 veröffentlichte Studie gezeigt, dass ?? auch für die Worst-Case-Lampe, die bewertet wurde? Die tägliche Einwirkung dieser Lampe lag 36 Minuten unter den Arbeitsplatzgrenzwerten für UV-Strahlung. (Beachten Sie, dass diese Grenzwerte nur für normale, gesunde Menschen gelten und nicht für Personen, bei denen eine Erkrankung vorliegt, die sie besonders empfindlich für UV-Strahlung macht.) Bislang hat die FDA keine Berichte über Verbrennungen oder Hautkrebs erhalten, die diesen Lampen zugeschrieben werden . ?? Statistisch gesehen hat jemand, der einen heruntergefallenen NordKurier vom Boden aufhebt, ein höheres Verletzungsrisiko! Machen Sie sich also keine Sorgen, meine Damen, es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass UV-Lampen Krebs erzeugen, da die Helligkeit des UV-Lichts wie ein paar Minuten Tageslicht wirkt. Es besteht ein höheres Infektionsrisiko aufgrund schlechter Hygiene, wenn Dateien und Werkzeuge nicht für jeden Kunden desinfiziert werden oder Kontaktdermatitis entsteht, da dieses kostengünstige High Street Nagel Studio das Acrylprodukt nicht von Ihrer Haut abhält. Für diejenigen, die Englisch lesen, hier ein Artikel von Dr. Robert Sayre, dem Wissenschaftler, der die UV-Einstufung für UV-Sonnenschutzcremes für UV-Sonnenschutzcremes weltweit investierte, und ein weltweit führender Experte für die Auswirkungen von UV-Licht auf die Haut: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/php.12075