Fotografieren Handys heimlich ihre Besitzer?
Fotografieren Handys heimlich ihre Besitzer? Stefan Jaitner
Verschwörungstheorie

Fotografiert das Handy heimlich seinen Besitzer?

Manchen Menschen sind ihre eigenen iPhones unheimlich. Es kursieren Gerüchte, dass die Telefone alle fünf Sekunden ihre Benutzer fotografieren.
Berlin

Immer wieder kursieren im Internet Verschwörungstheorien und Falschinformationen. Eine davon ist, dass das iPhone heimlich Infrarot-Bilder aufnimmt. Das berichtet der Technik-Ratgeber Techbook am Sonnabend. Ist etwas dran an dieser Behauptung?

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Eine Frau habe auf der Social-Media-Plattform TikTok ein Video geteilt, auf dem zu sehen ist, wie ihr Handy alle fünf Sekunden ein Foto mit Infrarot-Licht schießt. Die Kamera zeige, dass an dem Handy alle fünf Sekunden ein Licht angeht, obwohl auf dem Gerät nur der Startbildschirm und keine Kamerafunktion aktiviert ist.

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Doch es bestehe kein Grund zur Panik. Techbook gibt Entwarnung. Das Gerät mache keine Bilder, sondern prüfe lediglich, ob Nutzer gerade auf den Bildschirm schauen oder nicht. Dieses Scannen unterstütze aufmerksamkeitssensible Funktionen“, mit denen das Handy sein Verhalten dem aktuellen Bedürfnis seines Benutzers anpassen kann. Diese Funktion diene beispielsweise der Gesichtserkennung.

Sensoren scannen Umgebung

Das Scannen funktioniere mit einem ausgeklügelten Sensor-System. Ein Annäherungssensor erkenne, wenn etwas vor dem iPhone erscheint. Ein Punkt-Projektor projiziere Zehntausende kleine Punkte nach vorne, um die Form des Gesichts zu erkennen. Das, was in dem Video als Blinken zu erkennen ist, sei das Infrarot-Flutlicht. Dieses unterstütze den Punkt-Projektor in einer dunklen Umgebung mit einem zusätzlichen Infrarot-Lichtkegel.

Bei der täglichen Nutzung falle das Infrarot-Licht nicht auf, weil es für das menschliche Auge unsichtbar ist. Mit einer Kamera könne es jedoch sichtbar gemacht werden. Wer sich trotzdem nicht ganz sicher fühlt, könne das Infrarot-Scannen jederzeit in den Einstellungen deaktivieren. Dadurch entfalle aber auch die Sicherheitsstufe Face ID.

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